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431.0.11

Statuten der Universität Freiburg

Statuten
vom 31. März 2000
der Universität Freiburg 1)

1) Angenommen vom Senat der Universität.
Erlass bis 31.12.2015 unter 430.11 eingeordnet.
Der Senat der Universität
gestützt auf das Gesetz vom 19. November 1997 über die Universität, namentlich Artikelkel 33 Abs. 1 Bst. a;
auf Antrag des Rektorats,
beschliesst:

ERSTES KAPITEL


Allgemeine Bestimmungen

Art. 1 Status


1 Die Universität ist eine juristische Person des öffentlichen Rechts.
2 Sie ist im Rahmen des Gesetzes autonom und organisiert sich gemäss den vorliegenden Statuten.

Art. 2 Mitglieder der Universitätsgemeinschaft


Mitglieder der Universitätsgemeinschaft sind:
a) die Mitglieder der Professorenschaft;
b) die Lehrbeauftragten und die Privatdozenten und Privatdozentinnen;
c) die wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen;
d) die Studierenden und die Hörer und Hörerinnen;
e) das administrative und technische Personal.

Art. 3 Zentrale Organe


Die zentralen Organe sind:
a) der Senat;
b) das Rektorat;
c) die Plenarversammlung;
d) …

Art. 4 Fakultäten


1 Die Universität umfasst folgende fünf Fakultäten:
a) die Theologische Fakultät;
b) die Rechtswissenschaftliche Fakultät;
c) die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät;
d) die Philosophische Fakultät;
e) die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät.
2 Der Bereich der Informatik fällt unter die Verantwortung der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät und der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät.

Art. 5 Zuwendungen


1 Zuwendungen an eigene Fonds der Universität, der Fakultäten, Departemente oder Institute werden von diesen unter der Kontrolle eines unabhängigen Organs verwaltet. Der von diesem Organ erarbeitete jährliche Revisionsbericht wird dem Rektorat vorgelegt.
2 Im Falle einer zweckgebundenen Zuwendung, deren Zweck erreicht ist oder sich nicht mehr erreichen lässt, bestimmt der Begünstigte im Rahmen des Gesetzes und im Einvernehmen mit dem Rektorat über die weitere Verwendung, die den Interessen der Universität dienen muss.

II. KAPITEL


Die Universitätsgemeinschaft

1. ABSCHNITT


Rechte und Pflichten der Mitglieder der Universitätsgemeinschaft

Art. 6 Gleichberechtigung


1 Frauen und Männer haben im Studium sowie bei Anstellungen und Ernennungen die gleichen Rechte und Pflichten.
2 Die Universität fördert innerhalb der Universitätsgemeinschaft eine ausgewogene Vertretung der beiden Geschlechter.

Art. 7 Benutzung des Universitätsbereichs


1 Soweit diese Statuten nichts Abweichendes bestimmen, haben die Mitglieder der Universitätsgemeinschaft im Rahmen der Reglemente das Recht die Räumlichkeiten, Einrichtungen und Grundstücke der Universität zu benützen und dort Versammlungen abzuhalten.
2 Nichtmitglieder der Universität haben nur mit Genehmigung des Rektors das Recht zur Benutzung des Universitätsbereichs.

Art. 8 Rechtliches Gehör


1 Jedes Mitglied der Universitätsgemeinschaft hat das Recht angehört zu werden, bevor ein Entscheid zu seinen Ungunsten getroffen wird.
2 Solche Entscheide werden schriftlich mit Rechtsmittelbelehrung mitgeteilt.
3 Die Examensvorschriften bleiben vorbehalten.

Art. 9 Öffentlichkeit der Entscheide


1 Entscheide universitärer Organe werden veröffentlicht, sofern sie von allgemeiner Bedeutung sind.
2 Die Mitglieder der universitären Organe und Kommissionen haben Zugang zu allen Unterlagen und Protokollen ihrer Sitzungen.
3 Die universitären Organe und Kommissionen können ihren Mitgliedern auch über die Bestimmung von Artikelkel 96 hinaus eine Schweigepflicht bezüglich der Beratungen auferlegen.

Art. 10 Beachtung der Universitätsordnung


Die Mitglieder der Universitätsgemeinschaft beachten die Universitätsordnung, namentlich das Gebot der wissenschaftlichen Redlichkeit, und tragen der akademischen Freiheit sowie der Freiheit von Lehre und Forschung Rechnung.

2. ABSCHNITT


Die universitären Körperschaften

Art. 11 Die universitären Körperschaften


Die universitären Körperschaften sind:
a) die Körperschaft der Professoren und Professorinnen;
b) die Körperschaft der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter;
c) die Studierendenschaft der Universität Freiburg (AGEF);
d) der Verein des administrativen und technischen Personals (APU).

Art. 12 Definition und Struktur


1 Die universitären Körperschaften sind Körperschaften des öffentlichen Rechts.
2 Sie geben sich Statuten.
3 Sie dürfen nur Mitgliederbeiträge erheben, wenn ihre Statuten diese vorsehen.
4 Bestimmungen zur Wahl der Vertreter oder Vertreterinnen einer universitären Körperschaft in die universitären Organe und Kommissionen müssen in den Statuten der betreffenden Körperschaft festgelegt sein.
5 Die Jahresrechnungen der universitären Körperschaften werden jedes Jahr von der Finanzabteilung der Universität revidiert; diese überweist ihren Revisionsbericht an das Rektorat.
6 Unter Vorbehalt der Artikelkel 92–97 setzen die Statuten jeder universitären Körperschaft die auf ihre Organe anwendbaren Verfahrensbestimmungen fest.

Art. 13 Zugehörigkeit


1 Die Professoren und Professorinnen, die wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die Studierenden und die Hörer und Hörerinnen sowie das administrative und technische Personal gehören von Rechts wegen zu der ihnen entsprechenden Körperschaft.
2 Niemand kann jedoch gleichzeitig Mitglied mehrerer universitärer Körperschaften sein.
3 Die ordentlichen, die ausserordentlichen sowie die assoziierten Professoren und Professorinnen sind ausschliesslich Mitglieder der Körperschaft der Professoren und Professorinnen.
4 Die wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind, sofern sie nicht der Körperschaft der Professoren und Professorinnen angehören, Mitglieder der Körperschaft der wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.
5 Studierende, die eine technische oder administrative Stelle einnehmen, sind Mitglieder der Studierendenschaft der Universität Freiburg. Dies gilt auch für diejenigen, die als Unterassistenten oder Unterassistentinnen angestellt sind.
6 Die Mitglieder des administrativen und technischen Personals, die als Hörer oder Hörerinnen Vorlesungen belegen, sind Mitglieder des Vereins des administrativen und technischen Personals.

Art. 14 Vertretung der Lehrbeauftragten und der Privatdozenten und Privatdozentinnen


1 Für jede Fakultät nehmen zwei Personen als Vertreter oder Vertreterinnen der Lehrbeauftragten und der Privatdozenten und Privatdozentinnen mit beratender Stimme an den Versammlungen der Professorenschaft teil.
2 Diese Personen dürfen nicht Mitglieder einer universitären Körperschaft sein. Sie werden für zwei Jahre von den Mitgliedern der Professorenschaft des Fakultätsrats ernannt. Eine Wiederwahl ist möglich.

Art. 15 Aus Drittmitteln finanzierte Personen


Wissenschaftliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie die Mitglieder des administrativen und technischen Personals, welche aus Drittmitteln finanziert und von der Universität angestellt werden, sind Mitglieder der entsprechenden universitären Körperschaft.

3. ABSCHNITT


Die Mitglieder der Professorenschaft

Art. 16 Begriffsbestimmungen


1 Die ordentlichen Professoren und Professorinnen sind Inhaber einer Lehr- und Forschungsstelle, die als Hauptstelle gilt.
2 Die ausserordentlichen Professoren und Professorinnen sind für eine befristete Zeit Inhaber einer Hauptstelle in Lehre und Forschung.
3 Die assoziierten Professoren und Professorinnen sind zeitlich befristet oder unbefristet Inhaber einer ergänzenden Lehr- und Forschungsstelle, die an eine Hauptstelle oder direkt an eine Fakultät, ein Departement oder ein Institut angegliedert ist.

Art. 17 Berufungsverfahren


1 Ist die Stelle eines Mitglieds der Professorenschaft zu besetzen, so setzt die Fakultät eine Strukturkommission ein, die einen Bericht über das Profil der zu besetzenden Stelle und die dafür vorgesehenen Mittel erstellt. Dieser Strukturbericht muss anschliessend vom Fakultätsrat verabschiedet und dem Rektorat zur Genehmigung unterbreitet werden.
2 Die zu besetzende Stelle wird öffentlich ausgeschrieben; die Ausschreibung wird allen interessierten Universitätsorganen und Dienststellen übermittelt.
3 Der Fakultätsrat setzt eine Berufungskommission ein, der mindestens ein wissenschaftlicher Mitarbeiter oder eine wissenschaftliche Mitarbeiterin, ein Studierender oder eine Studierende sowie mindestens ein Professor oder eine Professorin einer anderen Universität angehören. Die Anzahl der wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie der Studierenden, im Verhältnis zur Anzahl der Mitglieder der Berufungskommission aus dem Kreis der Professoren und Professorinnen, wird gemäss Artikelkel 77 Abs. 2 bestimmt.
4 Die Berufungskommission stellt dem Fakultätsrat die gesamten Unterlagen zur Verfügung und stellt ihm einen schriftlich begründeten Antrag; jede Minderheit in der Berufungskommission kann verlangen, dass ihr Standpunkt der Fakultät ebenfalls vorgelegt wird.
5 Im Übrigen gelten die Ausführungsbestimmungen über die Strukturkommissionen, die Berufungskommissionen und über die Anstellung von Mitgliedern der Professorenschaft.

Art. 18 Beschlüsse der Fakultät und des Rektorats


1 Der Entscheid für einen Kandidaten oder eine Kandidatin bedarf im Fakultätsrat der doppelten einfachen Mehrheit: der Mehrheit der anwesenden Mitglieder sowie der Mehrheit der anwesenden Mitglieder der Professorenschaft. Das Abkommen zwischen den kirchlichen Behörden und dem Staat über die Theologische Fakultät bleibt vorbehalten.
2 Der Vorschlag der Fakultät für die Besetzung der Stelle wird dem Rektorat zusammen mit den Dossiers, dem Bericht der Berufungskommission und dem Auszug aus dem Fakultätsprotokoll übermittelt.

Art. 19 Aufgaben und Pflichten der Mitglieder der Professorenschaft


1 Die vollamtlich angestellten Mitglieder der Professorenschaft müssen während der Lehr- und Prüfungszeiten mindestens vier Tage in der Woche für die Universität verfügbar sein. Ausserhalb dieser Zeiten müssen sie eine regelmässige Anwesenheit an der Universität gewährleisten.
2 Pro Lehrwoche müssen sie mindestens sechs Stunden Unterricht erteilen, der in der Hauptsache von ihnen selber bestritten wird. In diesem Rahmen kann das Rektorat, nach Stellungnahme der Fakultät, vorsehen, dass sie auch an einer anderen Universität zu unterrichten haben.
3 Sie melden dem Rektorat ihre Nebentätigkeiten, wobei die diesbezüglichen Richtlinien zu berücksichtigen sind.
4 Im Weiteren werden ihre gesetzlichen Aufgaben und Pflichten in einem vom Dekan oder der Dekanin sowie dem Rektor oder der Rektorin zu unterzeichnenden Pflichtenheft festgehalten.

Art. 20 Unterbrechung der Tätigkeit an der Universität


1 Die Mitglieder der Professorenschaft teilen dem Dekan oder der Dekanin jede Unterbrechung ihrer Lehrtätigkeit mit, die eine Woche übersteigt.
2 Ausserhalb der gesetzlichen Ferienzeit bedarf jede freiwillige Unterbrechung der Tätigkeit an der Universität von einer bis vier Wochen einer Bewilligung durch das Rektorat, das die diesbezüglichen Modalitäten regelt; übersteigt die Unterbrechung vier Wochen, ist sie vom Staat zu bewilligen.
3 Den Mitgliedern der Professorenschaft kann ein Studienurlaub zu den in einem Reglement des Senats festgehaltenen Bedingungen gewährt werden.

Art. 21 Kündigung


Die Mitglieder der Professorenschaft können ihren Rücktritt nur auf das vom Rektorat festgelegte administrative Semesterende erklären; die Zustimmung des Rektorats zu einer anderen Lösung auf Stellungnahme des Dekans oder der Dekanin bleibt vorbehalten. Der Rücktritt muss dem Rektorat sechs Monate vorher mit einer Kündigung auf dem Dienstweg mitgeteilt werden.

Art. 22 Beibehaltung des Titels


1 Die Mitglieder der Professorenschaft im Ruhestand erhalten den Titel eines emeritierten Professors oder einer emeritierten Professorin.
2 Treten sie vorher zurück, so kann auf ihren Antrag die Fakultät dem Rektorat vorschlagen, ihnen die Bewilligung zu erteilen, den Professorentitel beizubehalten.

4. ABSCHNITT


Die Lehrbeauftragten und die Privatdozenten und Privatdozentinnen

Art. 23 Die Lehrbeauftragten


1 Die Lehrbeauftragten sind für eine bestimmte Zahl von Wochenstunden angestellte Lehrkräfte.
2 Über diese Stunden hinaus können sie von ihrer Fakultät auch mit der Abnahme von Prüfungen betraut werden; sie sind dann Mitglieder der Prüfungskommissionen.
3 Die Lehrbeauftragten werden grundsätzlich entlöhnt. Eine Entlöhnung kann nur in Ausnahmefällen und aus besonderen Gründen entfallen.
4 Der Titel eines Titularprofessors oder einer Titularprofessorin kann so lange geführt werden, als der Inhaber oder die Inhaberin einer Lehrtätigkeit an der Universität Freiburg nachgeht. Nimmt ein Titularprofessor oder eine Titularprofessorin nach einer Unterbrechung wieder einen Lehrauftrag an der Universität wahr, so darf er oder sie den Titel erneut führen.
5 Praktizierende Ärzte und Ärztinnen, die an der Universität unterrichten und denen diese den Titel Klinischer Dozent verliehen hat, gehören ebenfalls zu den Lehrbeauftragten.

Art. 24 Die Gastprofessoren und Gastprofessorinnen


Lehrbeauftragte, die an einer andern Universität als Professoren tätig sind, erhalten den Titel eines Gastprofessors oder einer Gastprofessorin.

Art. 25 Habilitation


1 Die Habilitation ist der Akt, mit dem die Professorenschaft einer Fakultät einer Person die für einen Universitätsprofessor oder eine Universitätsprofessorin erforderlichen wissenschaftlichen und didaktischen Fähigkeiten bescheinigt und ihr das Recht zu lehren verleiht (venia legendi).
2 Das Habilitationsverfahren kann nur für Personen eingeleitet werden, die ein Doktorat besitzen. Die Verleihung der Habilitation erfordert eine gründliche und qualitativ anspruchsvolle wissenschaftliche Forschungsleistung (Habilitationsschrift oder gleichwertige Publikationen) sowie den Nachweis didaktischer Fähigkeiten.
3 Jede Fakultät erlässt ein Habilitationsreglement.

Art. 26 Die Privatdozenten oder Privatdozentinnen


1 Die Inhaber und Inhaberinnen einer Habilitation erhalten die Venia Legendi (grundsätzliche Lehrerlaubnis); sie tragen dann den Titel eines Privatdozenten oder einer Privatdozentin.
2 Die Venia Legendi begründet keinen Anspruch auf Erteilung eines Lehrauftrags, führt aber auch nicht zu einer Lehrverpflichtung.
3 Der mit der Habilitation verliehene Titel eines Privatdozenten oder einer Privatdozentin darf auf Lebenszeit geführt werden.
4 Die Fakultäten führen die Liste ihrer Privatdozenten und Privatdozentinnen nach.

5. ABSCHNITT


Die wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

Art. 27 Kategorien


1 Wissenschaftliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind:
a) die Diplomassistenten und -assistentinnen;
b) die Medizinerassistenten und -assistentinnen;
c) die Doktorassistenten und -assistentinnen;
d) die Oberassistenten und -assistentinnen;
e) die wissenschaftlichen Bibliothekare und Bibliothekarinnen;
f) die Lektoren und Lektorinnen;
g) die Lehr- und Forschungsräte und -rätinnen.
2 Die wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen unterstützen die Professorenschaft bei der Betreuung der Studierenden und in der Lehre; sie betreiben Forschung. Die Stellen der Diplomassistenten und ‑assistentinnen und der Doktorassistenten und -assistentinnen sind ausserdem für die Ausarbeitung einer Dissertation oder Habilitationsschrift bestimmt.
3 Alle wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen erhalten ein Pflichtenheft.
4 Sofern die Bedingungen des Geldgebers dies nicht ausschliessen, haben die aus Drittmitteln finanzierten wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einen Status, der dem ihrer aus dem Budget der Universität finanzierten Kollegen analog ist.

Art. 28 Die Diplomassistenten und ‑assistentinnen


1 Die Diplomassistenten und -assistentinnen müssen im Besitz eines Masters oder eines gleichwertigen Ausweises sein.
2 Die Diplomassistenten und -assistentinnen verwenden die Hälfte ihrer Arbeitszeit an der Universität für die ihnen von ihrem/ihrer Vorgesetzten anvertrauten Aufgaben in den Bereichen von Lehre, Forschung und Verwaltung; ausnahmsweise kann ihnen unter der Verantwortung eines Professors oder einer Professorin eine Lehrtätigkeit (Proseminar, Übungen, Seminar) im Rahmen von höchstens zwei Stunden pro Woche anvertraut werden.
3 Die Diplomassistenten und -assistentinnen sind berechtigt und verpflichtet, die andere Hälfte ihrer Arbeitszeit für die Ausarbeitung einer Doktorarbeit und für ihre wissenschaftliche Weiterbildung zu verwenden.
4 Die Dauer ihrer Anstellung darf fünf Jahre nicht überschreiten; ausnahmsweise kann sie um ein Jahr verlängert werden.

Art. 29 Die Medizinerassistenten und ‑assistentinnen


1 Die Medizinerassistenten und -assistentinnen müssen im Besitz eines Eidgenössischen Arztdiploms sein.
2 Sofern der eidgenössische Normalarbeitsvertrag für Assistenzärzte nichts anderes vorsieht, haben sie den gleichen Status wie die Diplomassistenten und -assistentinnen.

Art. 30 Die Doktorassistenten und -assistentinnen


1 Die Doktorassistenten und -assistentinnen müssen im Besitz eines Doktorats sein.
2 Die Doktorassistenten und -assistentinnen verwenden die Hälfte ihrer Arbeitszeit an der Universität für die ihnen von ihrem oder ihrer Vorgesetzten anvertrauten Aufgaben in den Bereichen von Lehre, Forschung und Verwaltung; sie sind gehalten unter der Verantwortung eines Professors oder einer Professorin während der Vorlesungszeit wöchentlich mindestens eine und höchstens zwei Stunden zu unterrichten.
3 Die Doktorassistenten und -assistentinnen sind berechtigt und verpflichtet, die andere Hälfte ihrer Arbeitszeit für die Ausarbeitung einer Habilitationsschrift und für ihre wissenschaftliche Weiterbildung zu verwenden.
4 Ausnahmsweise können die Doktorassistenten und -assistentinnen von der Ausarbeitung einer Habilitationsschrift und von den Lehraufgaben zugunsten von Forschungsarbeiten befreit werden (Doktorassistenten und ‑assistentinnen für Forschung). In diesem Fall müssen sie ihre gesamte Zeit den Forschungsaktivitäten widmen, die ihnen von ihren Vorgesetzten zugeteilt wurden. Dieser Tatsache wird mit einem höheren Gehalt Rechnung getragen.
5 Die Dauer der Anstellung der Doktorassistenten und -assistentinnen darf fünf Jahre nicht überschreiten. Sie kann ausnahmsweise um ein Jahr verlängert werden; war der Doktorassistent oder die Doktorassistentin jedoch zuvor als Assistent oder Assistentin angestellt, darf die Gesamtdauer der Anstellung elf Jahre nicht überschreiten.

Art. 31 Die Oberassistenten und Oberassistentinnen


1 Die Oberassistenten und Oberassistentinnen müssen Inhaber eines Doktorats sein.
2 Sie erfüllen die ihnen von ihrem oder ihrer Vorgesetzten anvertrauten Aufgaben in Lehre, Forschung und Verwaltung.
3 Ihre Lehrpflicht beträgt in der Regel 4 Stunden pro Vorlesungswoche; sie können mit der Abnahme von Prüfungen betraut werden und sind dann Mitglied der Prüfungskommission.
4 Im Einverständnis mit dem oder der Vorgesetzten haben die Oberassistenten und die Oberassistentinnen das Recht, auf eigene Verantwortung Forschungsprojekte durchzuführen und finanzielle Gesuche an Dritte zu stellen.
5 Die Gesamtdauer der Anstellung eines Oberassistenten oder einer Oberassistentin darf fünf Jahre nicht übersteigen. Ausnahmsweise ist eine Ernennung möglich.

Art. 32 Die wissenschaftlichen Bibliothekare und Bibliothekarinnen


1 Die wissenschaftlichen Bibliothekare und Bibliothekarinnen müssen eine akademische Ausbildung sowie eine Zusatzausbildung im Bereich der Bibliothekswissenschaften besitzen.
2 Sie leiten die ihnen anvertrauten Bibliotheken und Dokumentationsstellen und bringen sie zur Geltung; sie unterstützen die Forscher sowie die Lehrpersonen bei der Beschaffung von Dokumenten.
3 Die Dauer ihrer Anstellung kann unbefristet sein.

Art. 33 Die Lektoren und Lektorinnen


1 Die Lektoren und Lektorinnen müssen im Besitz eines Masters oder eines gleichwertigen Ausweises oder eines Doktorates sowie einschlägiger beruflicher Qualifikationen sein.
2 Die Lektoren und Lektorinnen erteilen einen spezialisierten und ergänzenden Unterricht und betreiben unter der Verantwortung eines Professors oder einer Professorin angewandte Forschung. Sie können mit Verwaltungsaufgaben betraut werden.
3 Die Lehrtätigkeit eines Lektors oder einer Lektorin beträgt in der Regel 12 Stunden pro Vorlesungswoche; sie entspricht einschliesslich der Vorbereitungszeit zwei Dritteln seiner/ihrer ganzjährigen Tätigkeit.
4 Ausserhalb der Vorlesungszeit kann ausserdem von den Sprachlektoren und Sprachlektorinnen während 8 Wochen eine Lehrtätigkeit verlangt werden, die maximal 12 Stunden pro Woche entspricht und auf das Drittel der restlichen ganzjährigen Tätigkeit anzurechnen ist.
5 Die Stundenzahl kann unter Berücksichtigung der Artikelder Lehrtätigkeit sowie der Forschungstätigkeit, der studentischen Betreuungsaufgaben und anderer ihm/ihr anvertrauter besonderer organisatorischer Aufgaben herab- bzw. heraufgesetzt werden.
6 Die Lektoren und Lektorinnen können mit der Abnahme von Prüfungen betraut werden; sie sind dann Mitglieder der Prüfungskommission.
7 Die Lektoren und Lektorinnen können für eine unbefristete Dauer angestellt werden.

Art. 34 Die Lehr- und Forschungsräte und -rätinnen


1 Die Lehr- und Forschungsräte und -rätinnen müssen im Besitz eines Doktorats sein; sie müssen ihre wissenschaftliche Eignung durch zusätzliche Veröffentlichungen ausgewiesen haben und über eine vertiefte Erfahrung in universitärer Lehre und Forschung verfügen.
2 Sie erfüllen im Einvernehmen mit ihrem oder ihrer Vorgesetzten die Aufgaben in Lehre, Forschung und Verwaltung, die in einem Pflichtenheft festgehalten sind, das von ihrem Departement oder ihrem Institut genehmigt werden muss.
3 Ihre Lehrpflicht beträgt in der Regel sechs Stunden pro Vorlesungswoche, davon zwei im Rahmen eines Lehrauftrages, der ihnen eine selbständige Lehre erlaubt.
4 Sie können mit der Abnahme von Prüfungen betraut werden und sind dann Mitglied der Prüfungskommission.
5 Im Einverständnis mit ihrem oder ihrer Vorgesetzten haben die Lehr- und Forschungsräte und -rätinnen das Recht, auf eigene Verantwortung Forschungsprojekte durchzuführen und finanzielle Gesuche an Dritte zu stellen.
6 Sie können für eine unbefristete Dauer angestellt werden.

Art. 35 Reglement der wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen


1 Im Übrigen wird der Status der wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen durch ein Reglement des Senats festgelegt.
2 Dieses Reglement regelt auch die Fälle, in denen ausnahmsweise die Stelle eines Diplomassistenten oder einer Diplomassistentin nicht durch einen Doktoranden oder eine Doktorandin besetzt werden kann.

6. ABSCHNITT


Die Studierenden und die Hörer und Hörerinnen

Art. 36 Zulassung und Einschreibung


Die Zulassungsbedingungen, die Einschreibung für einen Studiengang sowie die Immatrikulation an der Universität werden, vorbehaltlich der Zuständigkeit des Staatsrats, in einem Reglement des Senats geregelt.

Art. 37 Die Studierenden


1 Personen, die an der Universität für das laufende Semester immatrikuliert sind, haben den Status von Studierenden.
2 Sie folgen einem Unterricht zur Erlangung eines Abschlusses, der einen universitären Grad verleiht, oder eines anderen Schlussdiploms.

Art. 38 Die Gaststudierenden


Die Universität kann Personen auswärtiger Universitäten, die einen Teil ihrer Studien in Freiburg absolvieren, mit dem Status eines oder einer Gaststudierenden aufnehmen.

Art. 39 Die Hörer und Hörerinnen


Wer mindestens achtzehn Jahre alt ist, kann als Hörer oder Hörerin zugelassen werden; diese haben kein Recht Examen abzulegen.

Art. 40 Rechte und Pflichten


1 Vorbehaltlich der Vorschriften des Rektorats oder der Fakultäten sind Studierende und Gaststudierende zum Besuch aller Lehrveranstaltungen sowie zur Benutzung der ihnen zur Verfügung stehenden Einrichtungen und Laboratorien berechtigt.
2 Die Hörer und Hörerinnen können die Lehrveranstaltungen, zu denen sie zugelassen sind, besuchen.
3 Studierende, Gaststudierende sowie Hörer und Hörerinnen sind verpflichtet, die in den Reglementen vorgesehenen Gebühren zu bezahlen; vorbehalten bleiben vom Rektorat gewährte Befreiungen oder Ermässigungen.

7. ABSCHNITT


Das administrative und technische Personal

Art. 41 Aufgaben


1 Das einer Fakultät angehörende administrative und technische Personal erledigt die für die Fakultät nötigen administrativen oder technischen Aufgaben.
2 Das administrative und technische Personal der zentralen Organe ist für die gesamte Universitätsgemeinschaft tätig.
3 …

III. KAPITEL


Organisation

1. ABSCHNITT


Die zentralen Organe
A. Der Senat

Art. 42 Wahl der Professoren oder Professorinnen


1 Die Vertreter oder Vertreterinnen der Professoren und Professorinnen im Senat werden von der Generalversammlung der Körperschaft der Professoren und Professorinnen für vier Jahre gewählt.
2 …
3 Im Übrigen werden die Wahlmodalitäten in den Statuten der Körperschaft der Professoren und Professorinnen festgelegt.

Art. 43 Wahl der wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen


1 Der Vertreter oder die Vertreterin der wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Senat wird von der Generalversammlung der Körperschaft der wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für zwei Jahre gewählt.
2 …
3 Im Übrigen werden die Wahlmodalitäten in den Statuten der Körperschaft der wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen festgelegt.

Art. 44 Wahl der Studierenden


1 Der Vertreter oder die Vertreterin der Studierenden im Senat wird für zwei Jahre vom Studierendenrat der Studierendenschaft der Universität Freiburg gewählt.
2 …
3 Im Übrigen werden die Wahlmodalitäten in den Statuten der Studierendenschaft der Universität Freiburg festgelegt.

Art. 44a Wahl des Vertreters oder der Vertreterin des administrativen und technischen Personals


1 Der Vertreter oder die Vertreterin des administrativen und technischen Personals im Senat wird für vier Jahre von der Generalversammlung der Vereinigung des administrativen und technischen Personals gewählt.
2 Im Übrigen werden die Wahlmodalitäten in den Statuten der Vereinigung des administrativen und technischen Personals festgelegt.

Art. 45 Einberufung


1 Der Präsident oder die Präsidentin beruft den Senat mindestens zweimal im Semester ein.
2 Er oder sie ist zudem zur Einberufung verpflichtet, wenn drei Senatoren oder Senatorinnen unter Angabe des zu behandelnden Geschäfts dies verlangen.

Art. 46 Eingeladene Personen


1 Hat der Senat eine Angelegenheit zu behandeln, die eine Fakultät besonders betrifft, wird der Dekan oder die Dekanin zur Teilnahme mit beratender Stimme eingeladen. Der Dekan oder die Dekanin kann einen Kollegen beiziehen oder im Bedarfsfall einen Vertreter oder eine Vertreterin entsenden.
2 …
3 Der Präsident oder die Präsidentin kann auf Antrag des Senats oder von sich aus andere Personen einladen.

Art. 47 Abstimmungen


1 Die Abstimmungen erfolgen durch Handerheben; jedes anwesende Mitglied kann die geheime Stimmabgabe verlangen.
2 Die Beschlüsse werden durch die Mehrheit der Stimmen gefasst; bei Stimmengleichheit entscheidet der Präsident oder die Präsidentin.
3 Enthaltungen oder leere Stimmzettel zählen nicht.

Art. 48 Wahlen


1 Die Wahlen erfolgen, falls der Senat nicht anders entscheidet, durch geheime Stimmabgabe.
2 Die Einzelwahl ist die Regel; der Senat kann jedoch die Listenwahl beschliessen.
3 Leere Stimmzettel oder Enthaltungen zählen nicht.
4 Die absolute Stimmenmehrheit ist erforderlich; im dritten Wahlgang genügt jedoch das relative Mehr.

Art. 49 Protokoll


1 Über jede Sitzung wird ein Protokoll geführt.
2 Das Protokoll wird vom Protokollführer oder von der Protokollführerin unterzeichnet.

Art. 50 Auszeichnungen


1 Der Senat kann auf Vorschlag von drei seiner Mitglieder den Titel eines Ehrensenators oder einer Ehrensenatorin verleihen.
2 Er kann auch, auf Vorschlag des Rektorats oder von mindestens zehn Mitgliedern der Professorenschaft, den Titel eines Ehrenmitglieds der Universität verleihen.
3 Die Verleihung dieser Titel bedarf der Zweidrittelmehrheit der Mitglieder.

Art. 51 Reglement des Senats


Im Übrigen konstituiert sich der Senat selbst und nimmt, unter Vorbehalt der Artikelkel 92–98, ein Reglement an.
B. Das Rektorat

Art. 52 Zusammensetzung


1 Dem Rektorat gehören der Rektor oder die Rektorin an sowie ein Vizerektor oder eine Vizerektorin von jeder Fakultät, welcher der Rektor oder die Rektorin nicht angehört.
2 Der Akademische Direktor oder die Akademische Direktorin, der Administrative Direktor oder die Administrative Direktorin sowie der Generalsekretär oder die Generalsekretärin nehmen mit beratender Stimme an den Sitzungen teil.

Art. 53 Amtsdauer


1 Der Rektor oder die Rektorin wird neun Monate vor Ablauf der Amtszeit des amtierenden Rektors oder der amtierenden Rektorin gewählt und tritt sein oder ihr Amt am 1. Februar an.
2 Die Amtszeit der Vizerektoren oder der Vizerektorinnen deckt sich mit derjenigen des Rektors oder der Rektorin.
3 Nach ordentlichem Ablauf ihrer Amtszeit haben die Mitglieder des Rektorats Anspruch auf bezahlten Studienurlaub; die Modalitäten sind in einem Reglement des Senats geregelt.

Art. 54 Zusätzliche Aufgaben


1 Zusätzlich zu den ihm vom Gesetz übertragenen Aufgaben obliegt dem Rektorat:
a) die Wahrnehmung der Aufgaben, die der Universität durch die Gesetzgebung über das Dienstverhältnis des Staatspersonals zugeschrieben werden; es kann diese schriftlich abtreten;
b) die Einberufung der Konferenz der Dekane mindestens einmal pro Semester;
c) die Erstellung des Jahresberichts der Universität;
d) die Organisation des Dies academicus;
e) die Organisation einer Ausbildung im Bereich der universitären Didaktik;
f) die Organisation des Universitätsarchivs.
2 Das Rektorat legt dem Senat innert sechs Monaten nach Amtsantritt sein Tätigkeitsprogramm vor.
3 Es unterstützt und beaufsichtigt die von Mitgliedern der Universitätsgemeinschaft im kulturellen oder sozialen Bereich geschaffenen Einrichtungen, sofern es diese durch Erlass oder Genehmigung ihrer Statuten und Reglemente anerkannt hat.
C. Die Plenarversammlung

Art. 55 Einberufung


1 Fünfzehn Monate vor Ablauf der Amtszeit des Rektors oder der Rektorin, oder in Dringlichkeitsfällen kurzfristig, legt der Präsident oder die Präsidentin der Plenarversammlung das Datum der Versammlung fest und lädt die Körperschaften ein, ihre Vertreter und Vertreterinnen zu bezeichnen.
2 Diese Vertreter und Vertreterinnen werden von den Generalversammlungen der betroffenen Körperschaften gewählt; die Vertreter und Vertreterinnen der Studierenden werden vom Studierendenrat gewählt.

Art. 56 Vorbereitung


Der Präsident oder die Präsidentin der Plenarversammlung bereitet die Wahl des Rektors oder der Rektorin vor. Hierzu fordert er oder sie zur Eingabe von Vorschlägen auf und führt Beratungen durch.

Art. 57 Mehrheit


1 Der Kandidat oder die Kandidatin, der/die die absolute Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigt, wird dem Senat vorgeschlagen.
2 Wenn nach fünf Wahlgängen niemand die erforderliche Mehrheit vereinigt, werden Namen und Ergebnisse der drei Kandidaten und Kandidatinnen, welche am meisten Stimmen erhielten, dem Senat mitgeteilt.
D. …

Art. 58–64



E. Die Universitätskommissionen

Art. 65 Einsetzung


1 Der Senat und das Rektorat können ständige oder befristete Kommissionen einsetzen.
2 Sie statten die ständigen Kommissionen mit einem Reglement aus.
3 In die Zuständigkeit des Senats fallen namentlich:
a) die Forschungskommission des Nationalfonds;
b) die Kommission für die Gleichstellung von Frau und Mann;
c) …
4 Die übrigen ständigen Kommissionen fallen in die Zuständigkeit des Rektorats.

Art. 66 Zusammensetzung


1 Die Körperschaft der Professoren und Professorinnen, die Körperschaft der wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und die Studierendenschaft der Universität Freiburg sind zur Vertretung mit beschliessender Stimme in den Universitätskommissionen berechtigt. Dies gilt auch für die Teilnahme des administrativen und technischen Personals in Kommissionen, welche diese Körperschaft betreffende Angelegenheiten behandeln.
2 Die Beteiligung der Studierenden und Hörer und Hörerinnen sowie der wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an der Forschungskommission des Nationalfonds kann ausgeschlossen werden.
3 Die Mitglieder der Universitätskommissionen werden von der Körperschaft, die sie zu vertreten haben, gemäss den in den Statuten der jeweiligen Körperschaft vorgesehenen Verfahren vorgeschlagen. Bestimmt werden sie von dem Organ, dem die Kommission zugeordnet ist.
4 Es können Stellvertreter oder Stellvertreterinnen ernannt werden.

Art. 67 Amtsdauer der Mitglieder ständiger Universitätskommissionen


1 Die Vertreter oder Vertreterinnen der Körperschaft der Professoren und Professorinnen, der Körperschaft der wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und des Vereins des administrativen und technischen Personals werden auf vier Jahre gewählt.
2 Die Vertreter oder Vertreterinnen der Studierendenschaft der Universität Freiburg werden auf zwei Jahre gewählt.
3 Wer während zweier aufeinanderfolgender Perioden Mitglied war, kann nicht für die nächste Periode gewählt werden.
4 Verlangen besondere Aufgaben einzelner Kommissionen den Erlass spezieller Vorschriften, so bleiben diese vorbehalten.
F. Konferenz der Dekane

Art. 67a Einberufung


Mindestens einmal im Semester lädt der Rektor oder die Rektorin die Dekane und Dekaninnen der Fakultäten zu einer gemeinsamen Konferenz mit den Mitgliedern des Rektorats ein.

Art. 67b Aufgaben


1 In der Konferenz der Dekane werden zur Vorbereitung der Beschlüsse der zuständigen Organe der Universität wichtige Themen zu Strategie und Entwicklung der Universität diskutiert.
2 Der Rektor oder die Rektorin stellt den Dekanen und Dekaninnen spätestens 10 Arbeitstage vor dem Termin der Konferenz den Vorschlag einer Traktandenliste zu. Die Dekane und Dekaninnen sind berechtigt, Traktanden vorzuschlagen.

2. ABSCHNITT


Die Fakultäten
A. Allgemeines

Art. 68 Auftrag


Die Fakultäten sind verantwortlich für Lehre und Forschung. Sie sorgen für den wissenschaftlichen Nachwuchs und tragen zur Weiterbildung auf universitärem Niveau bei.

Art. 69 Statuten


1 Die Fakultäten organisieren sich nach Massgabe ihrer Statuten.
2 Die Statuten der Lehr- und Forschungseinheiten, namentlich der Fakultäten, der Departemente und der Institute, werden vom Rektorat und vom Senat genehmigt.
3 Die Statuten der Fakultäten müssen die nachfolgenden Artikelkel 70–74 beachten.

Art. 70 Zusammensetzung


1 Angehörige einer Fakultät sind:
a) die dort angestellten oder ernannten Mitglieder der Professorenschaft;
b) die dort angestellten Lehrbeauftragten sowie die dort unterrichtenden Privatdozenten und Privatdozentinnen;
c) die dort zugeordneten wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen;
d) die dort eingeschriebenen Studierenden;
e) das ihr zugeordnete administrative und technische Personal.
2 Die Studierenden sowie die Hörer und Hörerinnen, die Vorlesungen an verschiedenen Fakultäten besuchen, gehören zur Fakultät ihres Hauptstudiengangs.
3 Die anderen Mitglieder der Universitätsgemeinschaft, die an verschiedenen Fakultäten tätig sind, gehören zu der Fakultät, in welcher sie ihre Haupttätigkeit ausüben. Dies ist in der Regel diejenige Fakultät, bei der die Stelle im Budget erscheint. Falls nötig, entscheidet das Rektorat.
4 Ein Mitglied der Professorenschaft einer Fakultät kann hingegen seine Rechte und Pflichten auch bei einer anderen Fakultät ausüben, sofern deren Fakultätsrat dies beschliesst.

Art. 71 Organe


1 Die Organe einer Fakultät sind:
a) der Fakultätsrat;
b) der Dekan oder die Dekanin;
c) der Dekanatsrat;
d) die Rekurskommission der Fakultät;
e) die anderen von den Fakultätsstatuten vorgesehenen Organe.
2 Die Fakultätsstatuten müssen vorsehen, dass ein Organ oder eine Person ausdrücklich beauftragt wird, sich um folgende Bereiche zu kümmern: Lehre, Forschung, Weiterbildung, Nachwuchsförderung und Bibliotheken. Eine Delegation der Zuständigkeit an die Departemente ist möglich.

Art. 72 Struktur


1 Zur Wahrnehmung ihrer ordentlichen Aufgaben gliedern sich die Fakultäten in Departemente.
2 Die Fakultäten können zudem dauerhafte interdisziplinäre Schwerpunktzentren schaffen durch die Bildung von Instituten.
3 Ein Departement oder ein Institut ist direkt einer oder mehreren Fakultäten unterstellt; die Fakultäten können andere Formen der Zusammenarbeit einrichten.
4 Die Institute können direkt ihrer Fakultät oder einem oder mehreren Departementen angegliedert werden.
5 Mehr als zwei Fakultäten zugeordnete Institute können im administrativen Bereich dem Rektorat unterstellt sein.

Art. 73 Beziehungen zum Staat und zu den zentralen Organen


1 Mit den kantonalen Behörden verkehren die Fakultäten über das Rektorat.
2 Falls das Rektorat in seiner Stellungnahme zu einer Eingabe der Fakultät von deren Meinung abweicht, informiert es den Dekan oder die Dekanin.
3 In Angelegenheiten, die in die Zuständigkeit des Senats oder des Rektorats fallen und eine Fakultät besonders betreffen, wird diese angehört und hat das Recht, Vorschläge zu unterbreiten.

Art. 74 Kommissionen


Auf die ständigen oder zeitlich befristeten Kommissionen der Fakultäten, der Departemente und der Institute findet der Artikelkel 66 sinngemäss Anwendung. Artikelkel 79 bleibt vorbehalten.
B. Der Fakultätsrat

Art. 75 Zusammensetzung


1 Der Fakultätsrat besteht aus:
a) den Mitgliedern der Professorenschaft;
b) den Vertretern und den Vertreterinnen der wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen;
c) den Vertretern und den Vertreterinnen der Studierenden und der Hörer und Hörerinnen;
d) einem Vertreter oder einer Vertreterin des administrativen und technischen Personals.
2 Die Statuten der Fakultäten können vorsehen, dass
a) die ausserordentlichen und die assoziierten Professoren und Professorinnen nicht in ihrer Gesamtheit Mitglieder des Fakultätsrates sind, sondern Vertreter oder Vertreterinnen entsenden;
b) für Körperschaften, die nur mit Vertretern oder Vertreterinnen beim Fakultätsrat zugegen sind, ein Stellvertretungssystem eingerichtet werden kann.
c) die Professoren und Professorinnen eines interfakultären Departementes, die einer anderen Fakultät angehören, für die sie betreffenden Traktanden mit beschliessender Stimme an die Sitzungen eingeladen werden;
d) Vertreter und Vertreterinnen der Lehrbeauftragten sowie Privatdozentinnen und Privatdozenten eingeladen werden, mit beratender Stimme an der Sitzung teilzunehmen.

Art. 76 Einberufung


1 Der Dekan oder die Dekanin beruft den Fakultätsrat mindestens zweimal im Semester ein.
2 Er ist zudem zur Einberufung des Fakultätsrats verpflichtet, wenn mindestens ein Viertel seiner Mitglieder dies unter Angabe des zu behandelnden Gegenstands verlangt.

Art. 77 Mitbestimmungsmodalitäten


1 Die Vertreter oder Vertreterinnen der wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie der Studierenden und Hörer und Hörerinnen nehmen mit beschliessender Stimme an den Sitzungen teil; Artikelkel 79 bleibt vorbehalten.
2 Die Anzahl der Vertreter oder Vertreterinnen der wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie der Studierenden und der Hörer und Hörerinnen entspricht:
a) mindestens der Hälfte der grössten durch vier teilbaren Zahl, die in der Zahl der Sitze der Professorenschaft enthalten ist;
b) höchstens zwei Dritteln der grössten durch drei teilbaren Zahl, die in der Zahl der Sitze der Professorenschaft enthalten ist.
3 Die Studierenden und die wissenschaftlichen Mitarbeitenden haben die gleiche Zahl Vertreter und Vertreterinnen.

Art. 78 Zuständigkeiten


1 Der Fakultätsrat hat folgende Zuständigkeiten und Aufgaben:
a) Entscheid über die Fakultätsstatuten und die für die gesamte Fakultät geltenden Reglemente, insbesondere über diejenigen, welche die Verleihung universitärer Grade regeln;
b) Verabschiedung der Lehrprogramme und Überwachung der Qualität in Lehre und Forschung;
c) Annahme, unter Vorbehalt der Zuständigkeiten des Senats und des Rektorats, der Dokumente, welche die allgemeine Politik und das Entwicklungskonzept der Fakultät sowie die Budgetentwürfe festlegen;
d) Schaffung von Departementen und Instituten und die Entscheide über ihre Statuten;
e) Wahl des Dekans oder der Dekanin und der Mitglieder des Dekanatsrats;
f) Vorschlag zur Anstellung oder zur Ernennung von Mitgliedern der Professorenschaft, der Lehr- und Forschungsräte und -rätinnen, der Oberassistenten und Oberassistentinnen, der Lektoren und Lektorinnen sowie der wissenschaftlichen Bibliothekare und Bibliothekarinnen;
g) Ausübung der anderen Aufgaben und Zuständigkeiten, die ihm durch die Fakultätsstatuten übertragen werden.
2 Die Fakultätsstatuten können bestimmte Zuständigkeiten an die Departemente delegieren. In die ausschliessliche Zuständigkeit des Fakultätsrats fallen jedoch:
a) Entscheid über die Fakultätsstatuten und die für die gesamte Fakultät geltenden Reglemente, insbesondere über diejenigen, welche die Verleihung universitärer Grade regeln;
b) Genehmigung der allgemeinen Politik, der Entwicklungspläne sowie der Budgetentwürfe der Fakultät;
c) Schaffung von Departementen und Instituten und die Annahme ihrer Statuten;
d) Wahl des Dekans oder der Dekanin und der Mitglieder des Dekanatsrats;
e) Vorschlag zur Anstellung oder zur Ernennung von Mitgliedern der Professorenschaft.

Art. 79 Ausschliessliche Zuständigkeiten der Mitglieder der Professorenschaft


Nicht in den Kompetenzbereich des Fakultätsrats, sondern in die ausschliessliche Zuständigkeit der Mitglieder der Professorenschaft fallen:
a) die Examensberatungen;
b) die Annahme wissenschaftlicher Arbeiten;
c) die Verleihung universitärer Grade und anderer Diplome;
d) die Anerkennung von Semestern und Diplomen;
e) diesbezügliche Streitfragen, vorbehaltlich der Zuständigkeit der Rekurskommission.
C. Der Dekan oder die Dekanin und der Dekanatsrat

Art. 80 Amt


1 Der Dekan oder die Dekanin ist das leitende und vollziehende Organ der Fakultät, unter Vorbehalt der Zuständigkeit der zentralen Organe, des Fakultätsrats und des Dekanatsrats.
2 Er oder sie wird von einem Dekanatsrat unterstützt, dessen Zusammensetzung durch die Fakultätsstatuten bestimmt wird. Die Mitglieder des Dekanatsrats werden aus dem Kreise der Mitglieder der Professorenschaft gewählt. Ein Mitglied des Rektorats kann nicht gewählt werden.

Art. 81 Wahl des Dekans oder der Dekanin


1 Der Dekan oder die Dekanin wird aus den Mitgliedern der Professorenschaft gewählt. Ein Mitglied des Rektorats kann nicht gewählt werden.
1bis Die Wahl des Dekans oder der Dekanin wird dem Rektorat zur Bestätigung unterbreitet.
2 Der Dekan oder die Dekanin wird für mindestens drei Jahre gewählt; er oder sie ist wiederwählbar.
3 Er oder sie tritt sein/ihr Amt am 1. August an.
4 Er oder sie wird teilweise von seinen/ihren Lehr- und Forschungsaufgaben befreit.

Art. 82 Zuständigkeiten des Dekans oder der Dekanin


1 Der Dekan oder die Dekanin sorgt für einen guten Betrieb der Fakultät und ergreift alle dafür erforderlichen Massnahmen und Initiativen.
2 Er oder sie leitet den Fakultätsrat und führt dessen Beschlüsse aus.
3 Er oder sie vertritt die Fakultät im Rahmen des Gesetzes und der Statuten, wobei er oder sie sich vertreten lassen kann, und verkehrt mit dem Rektorat in Bezug auf alles, was die Fakultät betrifft.
4 Er oder sie legt zu Beginn des akademischen Jahres, das seinem/ihrem Amtsantritt folgt, sein/ihr Programm dem Fakultätsrat vor. Er oder sie erstattet diesem am Ende eines jeden akademischen Jahres Bericht.

Art. 83 Zuständigkeiten des Dekanatsrats


1 Der Dekanatsrat wird vom Dekan oder von der Dekanin geleitet. Er ist zuständig für die Ausarbeitung der Dokumente, welche die allgemeine Politik und das Entwicklungskonzept der Fakultät festlegen, sowie für die Budgetentwürfe zuhanden des Fakultätsrats.
2 Ausserdem führt er die ihm von den Fakultätsstatuten übertragenen Aufgaben aus.
D. Die Departemente

Art. 84 Aufgaben und Organisation


1 Die Departemente koordinieren und gewährleisten einen ordnungsgemässen Ablauf von Lehre und Forschung. Sie übernehmen die administrativen Aufgaben, die ihnen durch die Fakultätsstatuten zugewiesen sind.
2 Zuständigkeiten, Aufgaben und Organisation der Departemente werden durch die Fakultätsstatuten bestimmt.
3 Delegieren diese Statuten Zuständigkeiten des Fakultätsrats an die Departemente, müssen die Departemente diese in einem Rat ausüben, wobei die Artikelkel 75–77 und 79 sinngemäss angewendet werden.
4 Im Übrigen organisieren die Departemente sich gemäss ihren Statuten und Reglementen.

Art. 85 Zusammensetzung


1 Angehörige eines Departements sind:
a) die dort den grössten Teil ihrer Lehrtätigkeit verrichtenden Mitglieder der Professorenschaft;
b) die dort tätigen Lehrbeauftragten und die Privatdozenten und Privatdozentinnen;
c) die ihm zugeordneten wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen;
d) das ihm zugeordnete administrative und technische Personal.
2 Die Fakultätsstatuten können vorsehen, dass die Studierenden, Hörer und Hörerinnen gleichfalls zum Departement gehören, in dem sie ihre Studien belegen. Sie regeln den Fall, wenn ein Studierender oder eine Studierende, ein Hörer oder eine Hörerin verschiedenen Departementen angehört.
3 Falls die Fakultätsstatuten keine Zugehörigkeit der Studierenden sowie der Hörer und Hörerinnen zu einem Departement vorsehen, werden die Vertreter und Vertreterinnen der Studierenden und Hörer und Hörerinnen im Departementsrat durch die studentischen Organe der Fakultät bestimmt.
4 Die Studierenden sowie die Hörer und Hörerinnen dürfen ihr Wahlrecht nur in einem Departement ausüben und sind nur in diesem wählbar.
5 Die Fakultätsstatuten können ein Mitglied der Professorenschaft zur Teilnahme mit beratender Stimme an den Sitzungen eines anderen Departements berechtigen.
E. Die Institute

Art. 86 Aufgaben und Organisation


1 Die Institute fördern in dauerhafter und interdisziplinärer Weise Lehre, Forschung, Weiterbildung und Dienstleistungen in den durch die Fakultät definierten Gebieten.
2 Die Zuständigkeiten, die Aufgaben und die Organisation der Institute werden in den Statuten der Fakultäten festgelegt.
3 Die Artikelkel 75–77 und 79 finden sinngemäss Anwendung.
4 Im Übrigen organisieren sich die Institute gemäss ihren Statuten und Reglementen.

Art. 87 Aufsicht


1 Die Institute stehen unter der Aufsicht der Fakultät oder der Fakultäten bzw. des Departements oder der Departemente, denen sie unterstellt sind; der Artikelkel 72 Abs. 5 bleibt vorbehalten.
2 Der Institutsleiter oder die Institutsleiterin legt dem Aufsichtsorgan jährlich ein Tätigkeitsprogramm und einen Jahresbericht vor. Die mehr als zwei Fakultäten angeschlossenen Institute legen diese Dokumente zudem dem Rektorat vor.
F. Lehre, universitäre Grade und Diplome

Art. 88 Zuständigkeit der Fakultäten


1 In die Zuständigkeit der Fakultäten fallen unter Vorbehalt der zwingenden Gegebenheiten der allgemeinen Universitätspolitik und des Entwicklungskonzepts:
a) die Festlegung der Lehrprogramme;
b) die Organisation der Prüfungen unter Vorbehalt von Artikelkel 91;
c) die Verleihung universitärer Grade:
– Bachelor;
– Master;
– Doktorat;
d) die Verleihung von Weiterbildungsdiplomen;
e) die Verleihung des Doktorats honoris causa;
f) die Habilitation gemäss Artikelkel 25 Abs. 1.
2 Eine Delegation an die Departemente ist in den Fällen der Buchstaben a, b und d des Absatzes 1 möglich. Ferner ist in den Fällen des Buchstabens d des Absatzes 1 eine Delegation der Kompetenz auch an die Institute möglich.
3 Das Rektorat führt die Liste der von der Universität ausgestellten Abschlüsse.
4 Die Reglemente regeln im Einzelnen, welche Fächer zu belegen, welche Arbeiten zu erstellen und welche Prüfungen zu bestehen sind.
5 Sie bestimmen die einzuhaltenden Fristen sowie die Normaldauer eines Studienganges.
6 Das Abkommen zwischen den kirchlichen Behörden und dem Staat betreffend das Statut der Theologischen Fakultät bleibt vorbehalten.

Art. 89 Unterrichtssprache


Die Fakultäten sorgen für ein angemessenes sprachliches Gleichgewicht des Unterrichts.

Art. 90 Zuständigkeiten der Institute



Art. 91 Prüfungen


1 An jeder mündlichen Prüfung, die zur Erlangung eines akademischen Grades erforderlich ist, nimmt ein Beisitzer oder eine Beisitzerin teil.
2 In der Regel werden die Beisitzer oder Beisitzerinnen aus den Mitgliedern der Professorenschaft, der Lehrbeauftragten und der Privatdozenten und Privatdozentinnen sowie der wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gewählt.
G. Die Rekurskommission der Fakultät

Art. 91a Zuständigkeiten und Zusammensetzung


1 Die Fakultätsstatuten müssen eine Rekurskommission als erste Beschwerdeinstanz gegen Entscheide, die von Fakultätsorganen im Rahmen ihrer Kompetenzen in Lehre und Forschung gefällt wurden, vorsehen.
2 Die Rekurskommission der Fakultät ist eine ständige Kommission der Fakultät gemäss den dafür geltenden Bestimmungen. Sie ist so zusammengesetzt, dass sie unabhängig von anderen Fakultätsorganen entscheiden kann.

3. ABSCHNITT


Gemeinsame Bestimmungen für die Versammlungen und die Kollegialorgane

Art. 92 Begriffe der Versammlung und der Kollegialorgane


1 Als Versammlungen gelten:
– die Plenarversammlung;
– die Generalversammlungen oder die Versammlungen der Delegierten der universitären Körperschaften.
2 Als Kollegialorgane gelten:
– der Senat;
– die Fakultätsräte, die Departementsräte und die Institutsräte.

Art. 93 Grundsatz


Die Bestimmungen über die Versammlungen und die Kollegialorgane dürfen nicht von den nachfolgenden Bestimmungen abweichen.

Art. 94 Traktandenliste


Über einen nicht in der Traktandenliste aufgeführten Gegenstand darf kein Beschluss gefasst werden. Die anwesenden Mitglieder können jedoch zu Beginn der Sitzung die Traktandenliste einstimmig abändern.

Art. 95 Stimm- und Vorschlagsrecht


1 Jedes Mitglied verfügt nur über eine Stimme; es ist nicht an Weisungen gebunden.
2 Jedes Mitglied kann Vorschläge einbringen.

Art. 96 Vertraulichkeit


Soweit persönliche Interessen berührt werden, sind die Beratungen hinsichtlich des Gegenstandes und des Ergebnisses vertraulich; der Artikelkel 9 Abs. 3 bleibt vorbehalten.

Art. 97 Ausstand


1 In Angelegenheiten, welche die persönlichen Interessen eines Mitgliedes oder dessen Angehörigen im Sinne des kantonalen Gesetzes über die Gerichtsorganisation berühren, nimmt der oder die Betroffene weder an den Beratungen noch an der Abstimmung teil.
2 Das Mitglied ist jedoch vorher anzuhören.

Art. 98 Sonderbestimmungen für Kollegialorgane


1 Das Quorum ist erreicht, wenn die Hälfte der Mitglieder mit beschliessender Stimme anwesend ist.
2 Stellt der Präsident oder die Präsidentin fest, dass das Quorum nicht erreicht ist, fehlt dem Kollegialorgan die Beschlussfähigkeit.
3 In diesem Fall wird eine neue Sitzung einberufen, an der ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder über die hängig gebliebenen Fragen beschlossen werden kann.

IV. KAPITEL


Die Universitätsordnung

Art. 99 Verstösse gegen die Universitätsordnung


1 Gegen die Universitätsordnung verstösst, wer vorsätzlich:
a) die Freiheit von Lehre und Forschung, die Freiheit von Meinungsäusserungen oder von Information beeinträchtigt;
b) den geregelten Ablauf des Unterrichts, des Studiums oder der wissenschaftlichen Bildung in schwerwiegender Weise stört oder verhindert;
c) die Tätigkeit der Universitätsorgane oder der Universitätsverwaltung stört;
d) ein Mitglied der Universitätsgemeinschaft schwerwiegend beleidigt;
e) Veranstaltungen in den Universitätsgebäuden stört oder verhindert;
f) im Universitätsbereich oder gegen Universitätsmitglieder strafrechtlich strafbare Handlungen begeht oder vorbereitet;
g) Räumlichkeiten, Einrichtungen und Liegenschaften der Universität für widerrechtliche Meinungsäusserungen benutzt, welche namentlich persönlichkeitsverletzend, diskriminierend oder sexistisch sind.
2 Gegen die Universitätsordnung verstösst ferner, wer
a) Personen, die sich im Universitätsbereich befinden, gefährdet oder verletzt;
b) Gebäude oder Einrichtungen der Universität gefährdet oder beschädigt.
3 Verstösse gegen die wissenschaftliche Redlichkeit sowie der Prüfungsbetrug sind Verstösse gegen die Universitätsordnung.

Art. 100 Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung der Universitätsordnung


1 Der Rektor oder die Rektorin oder, in dringenden Fällen, ein anderes Mitglied des Rektorats ergreift die zur Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung der Universitätsordnung notwendigen Massnahmen.
2 Das Rektorat befasst sich von Amts wegen mit den Vorstössen, die von Studierenden sowie Hörern und Hörerinnen gegen die Universitätsordnung begangen wurden; es führt die Untersuchung und verhängt gegebenenfalls die Disziplinarmassnahmen nach der Universitätsgesetzgebung.
3 Es erlässt Ausführungsbestimmungen zum Verfahren bei Verdacht auf wissenschaftliches Fehlverhalten.

Art. 101 Disziplinarstrafen



V. KAPITEL


Übergangs- und Schlussbestimmungen

Art. 102 Aufhebung


Die Statuten vom 20. Mai 1986 der Universität Freiburg werden aufgehoben.

Art. 103 Anpassung der Statuten und Reglemente


1 Die Reglemente der Universität sowie die Statuten und Reglemente der universitären Körperschaften, der Fakultäten, der Departemente und Institute werden innert zwei Jahren mit den vorliegenden Statuten in Einklang gebracht.
2 …

Art. 103a Universitäre Grade


1 Bis zur Änderung des Bundesgesetzes vom 23. Juni 2000 über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte verleiht die Rechtswissenschaftliche Fakultät das Lizentiat (europäischer Master) der Rechtswissenschaft.
2 Studierenden, die ihr Hauptstudium nicht nach dem Bologna-System abgeschlossen haben, wird ein Lizentiat oder, für die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, ein Diplom verliehen.

Art. 104 Erworbene Rechte


1 Artikelkel 16 Abs. 2 ist nur auf die nach Inkrafttreten der vorliegenden Statuten angestellten ausserordentlichen Professoren und Professorinnen anwendbar.
2 …
3 …

Art. 105 Ablauf der Amtszeit der Senatsmitglieder


Die Körperschaften legen den Ablauf der Mandate der von ihnen in den Senat gewählten Personen im Verlauf des Semesters fest, welches dem Inkrafttreten vorliegender Statuten folgt.

Art. 106 Dauer der Amtszeit in den ständigen Kommissionen


Die vor dem Inkrafttreten der vorliegenden Statuten in einer ständigen Kommission verbrachten Jahre werden für die Berechnung des Mandates im Sinne des Artikelkels 67 in Betracht gezogen.

Art. 106a Amtsdauer des Rektorats


Die Amtsdauer des vor dem 31. Dezember 2014 gewählten Rektorats beginnt am 15. März 2015.

Art. 107 Inkrafttreten


Die vorliegenden Statuten treten mit der Genehmigung des Staatsrates in Kraft.
———————
Genehmigung
Diese Statuten sind vom Staatsrat am 27.6.2000 genehmigt worden.






Index
431.0.11

Statuts de l’Université de Fribourg

Statuts
du 31 mars 2000
de l’Université de Fribourg 1)

1) Adoptés par le Sénat de l’Université.
Acte classé sous 430.11 jusqu’au 31.12.2015.
Le Sénat de l’Université
Vu la loi du 19 novembre 1997 sur l’Université (ci-après : la loi), notamment son article 33 al. 1 let. a ;
Sur la proposition du Rectorat,
Arrête :

CHAPITRE PREMIER

Dispositions générales

Art. 1 Statut


1 L’Université est une personne morale de droit public.
2 Elle est autonome dans les limites de la loi et s’organise selon les présents statuts.

Art. 2 Membres de la communauté universitaire


Sont membres de la communauté universitaire :
a) les membres du corps professoral ;
b) les chargé-e-s de cours et les privat-docents et privat-docentes ;
c) les collaborateurs et collaboratrices scientifiques ;
d) les étudiants et étudiantes et les auditeurs et auditrices ;
e) le personnel administratif et technique.

Art. 3 Organes centraux


Les organes centraux sont :
a) le Sénat ;
b) le Rectorat ;
c) l’Assemblée plénière ;
d) …

Art. 4 Facultés


1 L’Université comprend les cinq facultés suivantes :
a) la Faculté de théologie ;
b) la Faculté de droit ;
c) la Faculté des sciences économiques et sociales ;
d) la Faculté des lettres ;
e) la Faculté des sciences.
2 Le domaine de l’informatique est placé sous la responsabilité de la Faculté des sciences économiques et sociales et de la Faculté des sciences.

Art. 5 Libéralités


1 Les libéralités faites aux fonds propres de l’Université, des facultés, des départements ou des instituts sont gérées par leur destinataire, sous le contrôle d’un organe indépendant. Le rapport annuel de révision établi par cet organe est transmis au Rectorat.
2 Lorsque le but d’une libéralité à fin spéciale est réalisé ou a cessé d’être réalisable, le destinataire décide, dans le cadre de la loi et en accord avec le Rectorat, de l’affectation du solde, qui doit servir les intérêts de l’Université.

CHAPITRE II

La communauté universitaire
SECTION PREMIÈRE
Droits et devoirs des membres de la communauté universitaire

Art. 6 Egalité des sexes


1 Les femmes et les hommes ont les mêmes droits et les mêmes devoirs dans les études et lors des procédures d’engagement et de nomination.
2 L’Université favorise une représentation équitable des deux sexes au sein de la communauté universitaire.

Art. 7 Utilisation du domaine universitaire


1 Sauf dispositions contraires des présents statuts, les membres de la communauté universitaire ont le droit, dans le cadre des règlements, d’utiliser les locaux, installations et terrains universitaires et d’y organiser des réunions.
2 L’usage du domaine universitaire par des personnes extérieures à l’Université est soumis à l’approbation du recteur ou de la rectrice.

Art. 8 Droit d’être entendu


1 Tout membre de la communauté universitaire a le droit d’être entendu avant qu’une décision ne soit prise en sa défaveur.
2 De telles décisions sont communiquées par écrit et avec indication des voies et délais de recours.
3 Les prescriptions relatives aux examens sont réservées.

Art. 9 Publicité des décisions


1 Les décisions des organes universitaires sont publiées lorsqu’elles concernent des affaires d’intérêt général.
2 Les procès-verbaux et autres documents concernant les séances des organes et commissions universitaires peuvent être consultés par les membres de ceux-ci.
3 Les organes et commissions universitaires peuvent imposer à leurs membres le secret des délibérations, même en dehors des cas visés par l’article 96.

Art. 10 Respect de l’ordre universitaire


Les membres de la communauté universitaire respectent l’ordre universitaire, notamment les règles de probité scientifique, et ont égard à la liberté académique ainsi qu’à la liberté d’enseignement et de recherche.

SECTION 2


Les corps universitaires

Art. 11 Les corps universitaires


Les corps universitaires sont :
a) l’Association du corps professoral ;
b) le corps des collaborateurs et collaboratrices scientifiques ;
c) l’Association générale des étudiant-e-s de l’Université de Fribourg (AGEF) ;
d) l’Association du personnel administratif et technique (APU).

Art. 12 Définition et structure


1 Les corps universitaires sont des collectivités de droit public.
2 Ils se dotent de statuts.
3 Ils ne peuvent percevoir de cotisations que si leurs statuts le prévoient.
4 Les règles régissant l’élection des représentants et représentantes d’un corps universitaire dans les organes et commissions universitaires et facultaires doivent figurer dans les statuts de ce corps.
5 Les comptes des corps universitaires sont révisés chaque année par la Section financière de l’administration de l’Université, qui transmet son rapport de révision au Rectorat.
6 Les statuts de chaque corps universitaire fixent les règles de procédure applicables à ses organes, sous réserve des articles 92 à 97.

Art. 13 Appartenance


1 Les professeur-e-s, les collaborateurs et collaboratrices scientifiques, les étudiants et étudiantes, les auditeurs et auditrices et les membres du personnel administratif et technique appartiennent de plein droit au corps dont ils relèvent.
2 Nul ne peut cependant être membre simultanément de plusieurs corps universitaires.
3 Les professeur-e-s ordinaires, extraordinaires ou associés ne sont membres que de l’Association du corps professoral.
4 Sauf s’ils font partie de l’Association du corps professoral, les collaborateurs et collaboratrices scientifiques sont membres du corps des collaborateurs et collaboratrices scientifiques.
5 Les étudiants et étudiantes occupant une fonction administrative ou technique sont membres de l’Association générale des étudiant-e-s de l’Université de Fribourg. Il en va de même de ceux ou celles qui sont engagés comme sous-assistants ou sous-assistantes.
6 Les membres du personnel administratif et technique qui suivent des cours en qualité d’auditeurs ou d’auditrices sont membres de l’Association du personnel administratif et technique.

Art. 14 Représentation des chargé-e-s de cours et des privat-docents et privat-docentes


1 Deux personnes par faculté représentant les chargé-e-s de cours et les privat-docents et privat-docentes participent avec voix consultative aux séances de l’assemblée du corps professoral.
2 Ces personnes ne doivent pas être membres d’un corps universitaire. Elles sont désignées pour deux ans par les membres du corps professoral du conseil de faculté. Une réélection est possible.

Art. 15 Personnes financées par des fonds tiers


Les collaborateurs et collaboratrices scientifiques ainsi que les membres du personnel administratif et technique financés par des fonds tiers et engagés par l’Université sont membres du corps universitaire correspondant.

SECTION 3


Les membres du corps professoral

Art. 16 Définitions


1 Les professeur-e-s ordinaires sont titulaires d’un poste principal d’enseignement et de recherche.
2 Les professeur-e-s extraordinaires occupent, pour une durée limitée, un poste principal d’enseignement et de recherche.
3 Les professeur-e-s associés sont titulaires ou occupent pour une durée limitée un poste complémentaire d’enseignement et de recherche, rattaché à un poste principal ou directement à une faculté, un département ou un institut.

Art. 17 Procédure d’appel


1 Lorsqu’elle veut pourvoir un poste du corps professoral, la faculté constitue une commission de structure qui établit un rapport sur le profil du poste et les moyens affectés à celui-ci. Ce rapport de structure doit être adopté par le Conseil de faculté et soumis au Rectorat pour approbation.
2 Le poste est mis au concours public ; la mise au concours est communiquée aux organes et services intéressés de l’Université.
3 Le conseil de faculté institue une commission d’appel, qui comprend au moins un collaborateur ou une collaboratrice scientifique et un étudiant ou une étudiante ainsi qu’au moins un ou une professeur‑e d’une autre université. Le nombre des collaborateurs et collaboratrices scientifiques et des étudiants et étudiantes, par rapport à l’ensemble des professeur-e-s membres de la commission d’appel, est déterminé conformément à l’article 77 al. 2.
4 La commission d’appel met à la disposition du Conseil de faculté l’ensemble des dossiers et lui soumet une proposition écrite motivée ; toute minorité dans la commission peut exiger que son point de vue soit également présenté.
5 Au surplus, les dispositions d’exécution relatives aux commissions de structure, aux commissions d’appel et à l’engagement des membres du corps professoral s’appliquent.

Art. 18 Décisions de la faculté et du Rectorat


1 En Conseil de faculté, la décision portant sur une candidature doit réunir une double majorité simple : celle des membres présents et celle des membres présents du corps professoral. La convention entre les autorités ecclésiastiques et l’Etat concernant la Faculté de théologie est réservée.
2 La proposition de la faculté pour la pourvue du poste est transmise au Rectorat avec les dossiers, le rapport de la commission d’appel et l’extrait du procès-verbal de la faculté.

Art. 19 Tâches et obligations des membres du corps professoral


1 Les membres du corps professoral engagés à plein temps doivent au moins être disponibles pour l’Université quatre jours par semaine pendant les périodes de cours et d’examens. En dehors de ces périodes, ils doivent assurer une présence régulière à l’Université.
2 Ils doivent donner, par semaine de cours, au moins six heures d’enseignement dont ils assument la charge principale. Dans cette limite, et sur le préavis de la faculté, le Rectorat peut prévoir qu’ils sont tenus d’enseigner également dans une autre université.
3 Ils annoncent leurs activités accessoires au Rectorat, conformément aux directives de celui-ci.
4 Pour le reste, leurs tâches et obligations ressortant de la loi sont concrétisées dans un cahier des charges signé par le doyen ou la doyenne et le recteur ou la rectrice.

Art. 20 Interruption des activités à l’Université


1 Les membres du corps professoral communiquent à leur doyen ou doyenne toute interruption d’enseignement qui dépasse une semaine.
2 Hormis les vacances légales, une interruption volontaire d’une à quatre semaines des activités à l’Université nécessite l’autorisation du Rectorat, qui en règle les modalités ; au-delà de quatre semaines, l’interruption doit être autorisée par l’Etat.
3 Les membres du corps professoral peuvent être mis au bénéfice d’un congé scientifique, aux conditions fixées dans un règlement du Sénat.

Art. 21 Démission


Sauf accord du Rectorat, sur le préavis du doyen ou de la doyenne, les membres du corps professoral ne peuvent donner leur démission que pour la fin administrative d’un semestre telle qu’elle est fixée par le Rectorat. La démission doit être adressée par voie de service, au Rectorat, six mois avant cette date.

Art. 22 Maintien du titre


1 Les membres du corps professoral ayant pris leur retraite reçoivent le titre de professeur‑e émérite.
2 S’ils renoncent à leur poste auparavant, la faculté peut, à leur demande, proposer au Rectorat de leur permettre de conserver le titre de professeur‑e.

SECTION 4


Les chargé-e-s de cours et les privat-docents et privat-docentes

Art. 23 Les chargé-e-s de cours


1 Les chargé-e-s de cours sont des enseignants ou enseignantes engagés pour un nombre déterminé d’heures hebdomadaires.
2 En plus de ces heures, ils ou elles peuvent être appelés par leur faculté à fonctionner comme examinateurs ou examinatrices et sont alors membres des commissions d’examens.
3 Les chargé‑e‑s de cours sont généralement rémunérés. Il ne peut être renoncé à une rémunération que dans des cas exceptionnels et pour des motifs particuliers.
4 Le titre de professeur‑e titulaire peut être porté tant que la personne titulaire a une activité d’enseignement à l’Université de Fribourg. Si le ou la professeur‑e titulaire assume, après une interruption, une nouvelle charge de cours à l’Université, il ou elle peut à nouveau porter le titre.
5 Les médecins pratiquants qui enseignent à l’Université et qui ont reçu de celle-ci le titre de maître ou maîtresse d’enseignement clinique font également partie des chargé‑e‑s de cours.

Art. 24 Les professeur-e-s invités


Les chargé-e-s de cours qui sont professeur-e-s dans une autre université reçoivent le titre de professeur-e-s invités.

Art. 25 Habilitation


1 L’habilitation est l’acte par lequel le corps professoral d’une faculté reconnaît à une personne les qualités scientifiques et didactiques requises d’un ou d’une professeur‑e d’université et lui accorde le droit d’enseigner (venia legendi).
2 La procédure d’habilitation ne peut être ouverte qu’aux personnes titulaires d’un doctorat. L’octroi de l’habilitation requiert la présentation de recherches scientifiques approfondies et de haute qualité (thèse d’habilitation ou ensemble de publications équivalentes) et la preuve de qualités didactiques.
3 Chaque faculté adopte un règlement d’habilitation.

Art. 26 Les privat-docents et privat-docentes


1 Les titulaires d’une habilitation obtiennent la venia legendi (autorisation de principe d’enseigner) ; ils ou elles portent alors le titre de privat-docent ou privat-docente.
2 La venia legendi ne fonde pas de droit à une charge de cours et n’institue pas non plus une obligation de donner un enseignement.
3 Le titre de privat-docent ou privat-docente octroyé avec l’habilitation peut être porté à vie.
4 Les facultés tiennent à jour le tableau de leurs privat-docents et privat-docentes.

SECTION 5


Les collaborateurs et collaboratrices scientifiques

Art. 27 Catégories


1 Sont des collaborateurs et collaboratrices scientifiques :
a) les assistants et assistantes diplômés ;
b) les assistants et assistantes médecins ;
c) les assistants et assistantes docteur-e-s ;
d) les maîtres assistants et maîtresses assistantes ;
e) les bibliothécaires scientifiques ;
f) les lecteurs et lectrices ;
g) les maîtres et maîtresses d’enseignement et de recherche.
2 Les collaborateurs et collaboratrices scientifiques soutiennent le corps professoral dans l’encadrement des étudiants et étudiantes et l’enseignement et font de la recherche. Les postes d’assistant ou assistante diplômé‑e et d’assistant ou assistante docteur‑e sont en outre destinés à l’élaboration d’une thèse de doctorat ou d’habilitation.
3 Chaque collaborateur ou collaboratrice scientifique reçoit un cahier des charges.
4 Dans la mesure où les conditions fixées par le bailleur de fonds ne l’empêchent pas, les collaborateurs et collaboratrices scientifiques financés par des fonds de tiers ont un statut analogue à celui de leurs collègues financés par le budget de l’Université.

Art. 28 Les assistants et assistantes diplômés


1 Les assistants et assistantes diplômés doivent être titulaires d’un master ou d’un titre équivalent.
2 Pendant la moitié de leur temps de travail à l’Université, les assistants et assistantes diplômés accomplissent les tâches qui leur sont confiées par leur supérieur‑e dans les domaines de l’enseignement, de la recherche et de l’administration ; exceptionnellement, ils ou elles peuvent se voir confier, sous la responsabilité d’un ou d’une professeur‑e, un enseignement (proséminaire, exercices, séminaire) de deux heures par semaine au maximum.
3 Durant l’autre moitié de leur temps de travail, les assistants et assistantes diplômés ont le droit et le devoir de rédiger leur thèse de doctorat et de poursuivre leur formation scientifique.
4 La durée de leur engagement ne peut excéder cinq ans ; elle peut exceptionnellement être prolongée d’un an.

Art. 29 Les assistants et assistantes médecins


1 Les assistants et assistantes médecins doivent être titulaires d’un diplôme fédéral de médecin.
2 Ils ou elles ont le même statut que les assistants et assistantes diplômés, pour autant que le contrat type fédéral des assistants et assistantes médecins n’en dispose pas autrement.

Art. 30 Les assistants et assistantes docteur-e-s


1 Les assistants et assistantes docteur-e-s doivent être titulaires d’un doctorat.
2 Pendant la moitié de leur temps de travail à l’Université, les assistants et assistantes docteur-e-s accomplissent les tâches qui leur sont confiées par leur supérieur‑e dans les domaines de l’enseignement, de la recherche ou de l’administration ; pendant les périodes de cours, ils ou elles doivent assurer, sous la responsabilité d’un ou d’une professeur‑e, un enseignement d’une heure hebdomadaire au minimum et de deux heures hebdomadaires au maximum.
3 Durant l’autre moitié de leur temps de travail, les assistants et assistantes docteur-e-s ont le droit et le devoir de rédiger leur thèse d’habilitation et de poursuivre leur formation scientifique.
4 Exceptionnellement, les assistants et assistantes docteur-e-s peuvent être libérés du devoir de faire une thèse d’habilitation et de tâches d’enseignement au profit de travaux de recherche (assistants ou assistantes docteur-e-s de recherche). Dans ce cas, ils ou elles doivent consacrer l’entier de leur temps de travail aux activités de recherche confiées par le ou la supérieur‑e. Il en est tenu compte par l’octroi d’un salaire plus élevé.
5 La durée de l’engagement des assistants et assistantes docteur-e-s ne peut excéder cinq ans. Elle peut exceptionnellement être prolongée d’un an ; toutefois, si l’assistant ou l’assistante docteur‑e a d’abord été engagé‑e comme assistant ou assistante, la durée totale de l’engagement ne peut excéder onze ans.

Art. 31 Les maîtres assistants et maîtresses assistantes


1 Les maîtres assistants et maîtresses assistantes doivent être titulaires d’un doctorat.
2 Ils ou elles accomplissent les tâches d’enseignement, de recherche et d’administration qui leur sont confiées par leur supérieur‑e.
3 Leur charge d’enseignement est en principe de quatre heures par semaine de cours ; ils ou elles peuvent être appelés à fonctionner comme examinateurs ou examinatrices et font alors partie de la commission d’examens.
4 En accord avec leur supérieur‑e, les maîtres assistants et maîtresses assistantes ont le droit d’entreprendre des travaux de recherche sous leur propre responsabilité et de formuler des requêtes de financement auprès de tiers.
5 Les maîtres assistants et maîtresses assistantes ne peuvent être engagés comme employé-e-s que pour une durée de cinq ans au total. Exceptionnellement, une nomination est possible.

Art. 32 Les bibliothécaires scientifiques


1 Les bibliothécaires scientifiques doivent disposer d’une formation académique et d’une formation complémentaire dans le domaine bibliothéconomique.
2 Ils ou elles gèrent et valorisent les bibliothèques et unités de documentation qui leur sont confiées et apportent leur soutien aux chercheurs ou chercheuses et aux enseignants ou enseignantes pour les recherches documentaires.
3 La durée de leur engagement peut être indéterminée.

Art. 33 Les lecteurs et lectrices


1 Les lecteurs et lectrices doivent être titulaires d’un master ou d’un titre équivalent, ou d’un doctorat, et de qualifications professionnelles appropriées.
2 Les lecteurs et lectrices dispensent un enseignement spécialisé ou complémentaire et font, sous la responsabilité d’un ou d’une professeur‑e, de la recherche appliquée. Des tâches d’administration peuvent leur être confiées.
3 La charge d’enseignement d’un lecteur ou d’une lectrice est en principe de douze heures par semaine de cours ; elle correspond, compte tenu du temps de préparation, aux deux tiers du temps annuel d’activité.
4 Les lecteurs et lectrices de langue peuvent en outre être appelés à assumer, en dehors des périodes de cours, un enseignement équivalant au maximum à douze heures par semaine durant huit semaines, imputable sur le tiers restant du temps annuel d’activité.
5 Le nombre d’heures d’enseignement peut être réduit ou augmenté en fonction de la nature des cours donnés ainsi que des tâches de recherche et d’encadrement d’étudiants ou d’étudiantes et des autres tâches spéciales d’organisation qui leur sont confiées.
6 Les lecteurs et lectrices peuvent être appelés à fonctionner comme examinateurs ou examinatrices et font alors partie de la commission d’examens.
7 Les lecteurs et lectrices peuvent être engagés pour une durée indéterminée.

Art. 34 Les maîtres et maîtresses d’enseignement et de recherche


1 Les maîtres et maîtresses d’enseignement et de recherche doivent être titulaires d’un doctorat ; ils ou elles doivent avoir confirmé leur qualification scientifique par des publications supplémentaires et disposer d’une expérience approfondie dans l’enseignement et la recherche universitaires.
2 Ils ou elles accomplissent, en accord avec leur supérieur‑e, des tâches d’enseignement, de recherche et d’administration définies dans un cahier des charges qui doit être approuvé par le département ou l’institut auquel ils ou elles sont rattachés.
3 Leur charge d’enseignement est en principe de six heures par semaine de cours, dont deux heures sous forme d’une charge de cours les autorisant à enseigner de manière indépendante.
4 Ils ou elles peuvent être appelés à fonctionner comme examinateurs ou examinatrices et font alors partie de la commission d’examens.
5 En accord avec leur supérieur‑e, les maîtres et maîtresses d’enseignement et de recherche ont le droit d’entreprendre des travaux de recherche sous leur propre responsabilité et de formuler des requêtes de financement auprès de tiers.
6 Ils ou elles peuvent être engagés pour une durée indéterminée.

Art. 35 Règlement des collaborateurs et collaboratrices scientifiques


1 Pour le reste, le statut des collaborateurs et collaboratrices scientifiques est précisé par un règlement du Sénat.
2 Ce règlement régit également les cas où, exceptionnellement, un poste d’assistant ou d’assistante diplômé‑e ne peut pas être pourvu par un candidat ou une candidate au doctorat.

SECTION 6


Les étudiants et étudiantes et les auditeurs et auditrices

Art. 36 Admission et inscription


Les conditions d’admission, l’inscription dans une voie d’études et l’immatriculation à l’Université sont régies par un règlement du Sénat, sous réserve des compétences du Conseil d’Etat.

Art. 37 Les étudiants et étudiantes


1 Les personnes immatriculées à l’Université pour le semestre en cours ont le statut d’étudiants ou d’étudiantes.
2 Elles suivent un enseignement en vue d’obtenir un diplôme conférant un grade universitaire ou un autre diplôme de fin d’études.

Art. 38 Les étudiants et étudiantes hôtes


L’Université peut également accueillir, avec le statut d’étudiants ou étudiantes hôtes, des personnes venant d’une autre université et qui effectuent une partie de leurs études à Fribourg.

Art. 39 Les auditeurs et auditrices


Les personnes âgées de 18 ans au moins peuvent être admises comme auditeurs ou auditrices ; elles n’ont pas le droit de passer des examens.

Art. 40 Droits et devoirs


1 Les étudiants et étudiantes hôtes ont le droit de fréquenter tous les enseignements et, sous réserve des prescriptions émises par le Rectorat ou les facultés, d’utiliser les équipements mis à leur disposition et les laboratoires.
2 Les auditeurs et auditrices peuvent suivre les enseignements pour lesquels ils ou elles ont été admis.
3 Tous et toutes sont tenus de payer les taxes prévues par les règlements, sous réserve des dispenses ou réductions accordées par le Rectorat.

SECTION 7


Le personnel administratif et technique

Art. 41 Tâches


1 Le personnel administratif et technique rattaché aux facultés accomplit les tâches administratives ou techniques nécessaires au fonctionnement des facultés.
2 Le personnel administratif et technique des organes centraux assume ses fonctions au profit de l’ensemble de la communauté universitaire.
3 …

CHAPITRE III

Organisation
SECTION PREMIÈRE
Les organes centraux
A. Le Sénat

Art. 42 Election des professeur-e-s


1 Les représentants et représentantes des professeur-e-s au Sénat sont élus pour quatre ans par l’assemblée générale de l’Association du corps professoral.
2 …
3 Pour le reste, les modalités de l’élection sont fixées par les statuts de l’Association du corps professoral.

Art. 43 Election des collaborateurs et collaboratrices scientifiques


1 Le représentant ou la représentante des collaborateurs et collaboratrices scientifiques au Sénat est élu‑e pour deux ans par l’assemblée générale du corps des collaborateurs et collaboratrices scientifiques.
2 …
3 Pour le reste, les modalités de l’élection sont fixées par les statuts du corps des collaborateurs et collaboratrices scientifiques.

Art. 44 Election des étudiants et étudiantes


1 Le représentant ou la représentante des étudiants et étudiantes au Sénat est élu‑e pour deux ans par le conseil des étudiants de l’Association générale des étudiant‑e‑s de l’Université de Fribourg.
2 …
3 Pour le reste, les modalités de l’élection sont fixées par les statuts de l’Association générale des étudiant-e-s de l’Université de Fribourg.

Art. 44a Election du membre représentant le personnel administratif et technique


1 Le représentant ou la représentante du personnel administratif et technique au Sénat est élu‑e pour quatre ans par l’assemblée générale de l’Association du personnel administratif et technique.
2 Pour le reste, les modalités de l’élection sont fixées par les statuts de l’Association du personnel administratif et technique.

Art. 45 Convocation


1 Le président ou la présidente convoque le Sénat au moins deux fois par semestre.
2 Il ou elle doit, en outre, le convoquer lorsque trois sénateurs ou sénatrices le requièrent en indiquant l’objet à traiter.

Art. 46 Personnes invitées


1 Lorsque le Sénat délibère d’une affaire qui concerne spécialement une faculté, le doyen ou la doyenne est invité‑e à la séance pour y participer avec voix consultative. Le doyen ou la doyenne peut se faire assister par un ou une collègue ou, en cas de besoin, se faire représenter.
2 …
3 Le président ou la présidente peut, à la demande du Sénat ou de son propre gré, inviter d’autres personnes.

Art. 47 Votes


1 Les votes ont lieu à main levée, à moins que le scrutin secret ne soit demandé par un des membres présents.
2 Les décisions sont prises à la majorité des suffrages ; en cas d’égalité, le président ou la présidente tranche.
3 Les abstentions ou les bulletins blancs ne comptent pas.

Art. 48 Elections


1 Les élections ont lieu au scrutin secret, à moins que le Sénat n’en décide autrement.
2 Chaque fonction à repourvoir fait l’objet d’un scrutin distinct, à moins que le Sénat ne décide de recourir au scrutin de liste.
3 Les bulletins blancs ou les abstentions ne sont pas pris en compte.
4 La majorité absolue est nécessaire ; cependant, au troisième tour de scrutin, la majorité relative suffit.

Art. 49 Procès-verbal


1 Il est tenu un procès-verbal de chaque séance.
2 Le procès-verbal est signé par son auteur‑e.

Art. 50 Distinctions honorifiques


1 Sur la proposition de trois de ses membres, le Sénat peut octroyer le titre de sénateur ou sénatrice honoraire.
2 Il peut également, sur la proposition du Rectorat ou de dix membres au moins du corps professoral, octroyer le titre de membre d’honneur de l’Université.
3 L’octroi de ces titres requiert la majorité des deux tiers des membres.

Art. 51 Règlement du Sénat


Pour le reste, le Sénat se constitue lui-même et se dote d’un règlement, sous réserve des dispositions des articles 92 à 98.
B. Le Rectorat

Art. 52 Composition


1 Le Rectorat comprend le recteur ou la rectrice ainsi qu’un vice-recteur ou une vice-rectrice issu‑e de chacune des facultés à laquelle le recteur ou la rectrice n’appartient pas.
2 Le directeur académique ou la directrice académique, le directeur administratif ou la directrice administrative ainsi que le ou la secrétaire général-e assistent aux séances avec voix consultative.

Art. 53 Durée de fonction


1 Le recteur ou la rectrice est élu‑e neuf mois avant l’expiration du mandat du recteur ou de la rectrice en charge et entre en fonction le 1er février.
2 La période de fonction des vice-recteurs ou vice-rectrices coïncide avec celle du recteur ou de la rectrice.
3 A l’échéance régulière de leur mandat, les membres du Rectorat ont droit à un congé scientifique rétribué ; les modalités sont fixées dans un règlement du Sénat.

Art. 54 Attributions complémentaires


1 En sus des attributions qui lui sont conférées par la loi, le Rectorat :
a) exerce les compétences attribuées à l’Université par la législation sur le statut du personnel de l’Etat, avec pouvoir de délégation écrite ;
b) convoque au moins une fois par semestre la Conférence des doyens ;
c) établit le rapport annuel de l’Université ;
d) organise le Dies academicus ;
e) organise une formation dans le domaine de la didactique universitaire ;
f) organise les archives de l’Université.
2 Dans les six mois qui suivent son entrée en fonction, le Rectorat présente son programme d’activités au Sénat.
3 Il soutient et surveille les organismes qui résultent d’initiatives prises au sein de la communauté universitaire dans les domaines culturel et social, s’il les a reconnues par l’adoption ou la ratification de leurs statuts et règlements.
C. L’Assemblée plénière

Art. 55 Convocation


1 Quinze mois avant l’expiration du mandat du recteur ou de la rectrice ou, en cas d’urgence, dans les plus brefs délais, le président ou la présidente de l’Assemblée plénière fixe la date de celle-ci et invite les corps universitaires à désigner leurs représentants ou représentantes.
2 Ces représentants et représentantes sont désignés par les assemblées générales des corps concernés ; toutefois, les personnes représentant les étudiants et étudiantes sont désignées par le conseil des étudiants et étudiantes.

Art. 56 Préparation


Le président ou la présidente de l’Assemblée plénière prépare l’élection du recteur ou de la rectrice. A cet effet, il ou elle lance notamment un appel à propositions et procède à des consultations.

Art. 57 Majorité


1 Le candidat ou la candidate qui recueille la majorité absolue des suffrages est proposé‑e au Sénat.
2 Si, après cinq tours de scrutin, personne n’obtient cette majorité, les noms et les résultats des trois personnes candidates les mieux placées sont communiqués au Sénat.
D. …

Art. 58 à 64



E. Les commissions universitaires

Art. 65 Constitution


1 Le Sénat et le Rectorat peuvent constituer des commissions permanentes ou temporaires.
2 Ils dotent leurs commissions permanentes d’un règlement.
3 Relèvent notamment du Sénat :
a) la Commission de recherche du Fonds national ;
b) la Commission de l’égalité entre femmes et hommes ;
c) …
4 Les autres commissions permanentes relèvent du Rectorat.

Art. 66 Composition


1 L’Association du corps professoral, le corps des collaborateurs et collaboratrices scientifiques et l’Association générale des étudiant-e-s de l’Université de Fribourg ont le droit d’être représentés avec voix délibérative dans chaque commission universitaire. Il en va de même pour le corps du personnel administratif et technique pour les commissions traitant de questions qui le concernent.
2 La participation des étudiants et étudiantes et des auditeurs et auditrices ainsi que celle des collaborateurs et collaboratrices scientifiques peuvent être exclues dans la Commission de recherche du Fonds national.
3 Les membres des commissions universitaires sont proposés par le corps qu’ils représentent, selon des modalités fixées par les statuts de ce corps. Ils sont désignés par l’organe dont relève la commission.
4 Des membres suppléants peuvent être désignés.

Art. 67 Durée du mandat dans les commissions permanentes


1 Les personnes représentant l’Association du corps professoral, le corps des collaborateurs et collaboratrices scientifiques et l’Association du personnel administratif et technique sont élues pour quatre ans.
2 Les personnes représentant l’Association générale des étudiant-e-s de l’Université de Fribourg sont élues pour deux ans.
3 Un membre qui a siégé pendant deux périodes entières consécutives ne peut être désigné pour la période suivante.
4 Les prescriptions spéciales exigées par la nature particulière des tâches de certaines commissions sont réservées.
F. Conférence des doyens

Art. 67a Convocation


Le recteur ou la rectrice invite au moins une fois par semestre les doyens et doyennes des facultés à une conférence commune avec les membres du Rectorat.

Art. 67b Attributions


1 Dans la Conférence des doyens sont discutés les thèmes importants concernant la stratégie et le développement de l’Université comme préparation des décisions à prendre par les organes compétents de l’Université.
2 Le recteur ou la rectrice transmet aux doyens et doyennes, au plus tard dix jours ouvrables avant la date de la conférence, une proposition d’ordre du jour. Les doyens et doyennes ont le droit de proposer des sujets pour l’ordre du jour.

SECTION 2


Les facultés
A. Généralités

Art. 68 Missions


Les facultés sont responsables de l’enseignement et de la recherche. Elles veillent à la relève scientifique et contribuent à la formation continue de niveau universitaire.

Art. 69 Statuts


1 Les facultés s’organisent selon les statuts qu’elles se donnent.
2 Les statuts des unités d’enseignement et de recherche, notamment des facultés, des départements et des instituts, sont approuvés par le Rectorat et ratifiés par le Sénat.
3 Les statuts des facultés doivent respecter les articles 70 à 74 ci-après.

Art. 70 Composition


1 Appartiennent à une faculté :
a) les membres du corps professoral qui y sont engagés ou nommés ;
b) les chargé-e-s de cours qui y sont engagés ainsi que les privat-docents et privat-docentes qui y enseignent ;
c) les collaborateurs et collaboratrices scientifiques qui y sont rattachés ;
d) les étudiants et étudiantes qui y sont inscrits ;
e) le personnel administratif et technique qui y est rattaché.
2 Les étudiants et étudiantes et les auditeurs et auditrices suivant des cours dans plusieurs facultés n’appartiennent qu’à la faculté de leur voie d’études principale.
3 Les autres membres de la communauté universitaire liés à plusieurs facultés appartiennent à la faculté dans laquelle ils exercent leur activité principale ; celle-ci est présumée correspondre à leur rattachement budgétaire. Au besoin, le Rectorat tranche.
4 Toutefois, un membre du corps professoral d’une faculté peut également exercer ses droits et devoirs dans une autre faculté, par décision du conseil de celle-ci.

Art. 71 Organes


1 Les organes d’une faculté sont :
a) le Conseil de faculté ;
b) le doyen ou la doyenne ;
c) le Conseil décanal ;
d) la commission de recours de la faculté ;
e) les autres organes prévus par les statuts de la faculté.
2 Les statuts de la faculté doivent prévoir qu’un organe ou une personne est spécialement chargé‑e de s’occuper des domaines suivants : l’enseignement, la recherche, la formation continue, la relève et les bibliothèques. Une délégation de compétences aux départements est possible.

Art. 72 Structure


1 Pour l’exécution de leurs tâches ordinaires, les facultés s’organisent en départements.
2 Les facultés peuvent aussi mettre en place des centres de gravité interdisciplinaires durables en créant des instituts.
3 Un département ou un institut dépend directement d’une ou de plusieurs facultés ; les facultés peuvent mettre en place d’autres formes de collaboration.
4 Les instituts peuvent être rattachés à la faculté elle-même ou à un ou plusieurs départements.
5 Les instituts relevant de plus de deux facultés peuvent dépendre, d’un point de vue administratif, du Rectorat.

Art. 73 Relations avec l’Etat et les organes centraux


1 Les facultés communiquent avec les autorités de l’Etat par l’intermédiaire du Rectorat.
2 Lorsque le Rectorat, appelé à donner son préavis, entend s’écarter de l’avis d’une faculté, il en informe le doyen ou la doyenne.
3 Dans les affaires qui sont de la compétence du Sénat ou du Rectorat et qui touchent spécialement une faculté, celle-ci est consultée et a le droit de faire des propositions.

Art. 74 Commissions


Les commissions permanentes ou temporaires des facultés, des départements et des instituts sont régies par l’article 66, applicable par analogie. L’article 79 est réservé.
B. Le Conseil de faculté

Art. 75 Composition


1 Siègent au Conseil de faculté :
a) les membres du corps professoral ;
b) les personnes représentant les collaborateurs et collaboratrices scientifiques ;
c) les personnes représentant les étudiants et étudiantes et les auditeurs et auditrices ;
d) une personne représentant le personnel administratif et technique.
2 Les statuts de la faculté peuvent prévoir que :
a) les professeur-e-s extraordinaires et les professeur-e-s associés ne siègent pas tous, mais envoient des représentants ou représentantes ;
b) lorsqu’un corps est présent au Conseil de faculté par des représentants ou représentantes, un régime de suppléance peut être institué ;
c) les professeur-e-s d’un département interfacultaire qui appartiennent à une autre faculté sont invités à assister aux séances pour les objets qui les concernent, avec voix délibérative ;
d) les représentants et représentantes des chargé‑e‑s de cours et les privat-docents et privat-docentes sont invités à assister aux séances avec voix consultative.

Art. 76 Convocation


1 Le doyen ou la doyenne convoque le Conseil de faculté au moins deux fois par semestre.
2 Il ou elle doit, en outre, le convoquer lorsque le quart au moins des membres de ce Conseil le requiert en indiquant l’objet à traiter.

Art. 77 Modalités de la participation


1 Les personnes représentant les collaborateurs et collaboratrices scientifiques ainsi que celles qui représentent les étudiants et étudiantes et les auditeurs et auditrices participent aux séances avec voix délibérative ; l’article 79 est réservé.
2 Le nombre des personnes représentant les collaborateurs et collaboratrices scientifiques et celui des personnes représentant les étudiants et étudiantes et les auditeurs et auditrices sont égaux :
a) au minimum, à la moitié du plus grand multiple de 4 compris dans le nombre des sièges du corps professoral ;
b) au maximum, aux deux tiers du plus grand multiple de 3 compris dans ce nombre.
3 Le nombre des personnes représentant les étudiants et étudiantes et les collaborateurs et collaboratrices scientifiques est respectivement équivalent.

Art. 78 Compétences


1 Le Conseil de faculté a les compétences et tâches suivantes :
a) arrêter les statuts de la faculté et les règlements valant pour l’ensemble de la faculté, notamment ceux qui régissent l’octroi des grades universitaires ;
b) décider des programmes d’enseignement et veiller à la qualité de l’enseignement et de la recherche ;
c) adopter, sous réserve des compétences du Sénat et du Rectorat, les documents définissant la politique générale de la faculté et les grandes lignes du développement de celle-ci ainsi que les projets de budget ;
d) créer les départements et les instituts et décider de leurs statuts ;
e) élire le doyen ou la doyenne et les membres du Conseil décanal ;
f) proposer l’engagement ou la nomination des membres du corps professoral, des maîtres et maîtresses d’enseignement et de recherche, des maîtres assistants et maîtresses assistantes, des lecteurs et lectrices et des bibliothécaires scientifiques ;
g) exercer les autres tâches et compétences qui lui sont attribuées par les statuts de la faculté.
2 Les statuts de la faculté peuvent déléguer certaines de ces compétences aux départements. Toutefois, le Conseil de faculté est seul compétent pour :
a) arrêter les statuts de la faculté et les règlements valant pour l’ensemble de la faculté, notamment ceux qui régissent l’octroi des grades universitaires ;
b) approuver la politique générale de la faculté, les plans de développement de celle-ci ainsi que les projets de budget ;
c) créer les départements et les instituts et en approuver les statuts ;
d) élire le doyen ou la doyenne et les membres du Conseil décanal ;
e) proposer l’engagement ou la nomination des membres du corps professoral.

Art. 79 Compétences exclusives des membres du corps professoral


Ne sont pas de la compétence du Conseil de faculté mais du ressort exclusif des membres du corps professoral :
a) les délibérations d’examens ;
b) l’approbation de travaux scientifiques ;
c) l’octroi de grades universitaires et d’autres diplômes ;
d) les équivalences de semestres et de diplômes ;
e) les litiges y relatifs, sous réserve des compétences de la Commission de recours.
C. Le doyen ou la doyenne et le Conseil décanal

Art. 80 Fonction


1 Le doyen ou la doyenne est l’organe dirigeant et exécutif de la faculté, sous réserve des compétences des organes centraux, du Conseil de faculté et du Conseil décanal.
2 Il ou elle est assisté‑e d’un Conseil décanal, dont la composition est définie par les statuts de la faculté. Les membres du Conseil décanal sont choisis parmi les membres du corps professoral. Un membre du Rectorat ne peut pas être élu.

Art. 81 Election du doyen ou de la doyenne


1 Le doyen ou la doyenne est choisi‑e parmi les membres du corps professoral. Un membre du Rectorat ne peut pas être élu.
1bis L’élection du doyen ou de la doyenne est soumise au Rectorat pour confirmation.
2 Le doyen ou la doyenne est élu‑e pour au moins trois ans ; il ou elle est rééligible.
3 Il ou elle entre en fonction le 1er août.
4 Il ou elle est libéré‑e partiellement de ses tâches d’enseignement et de recherche.

Art. 82 Compétences du doyen ou de la doyenne


1 Le doyen ou la doyenne veille à la bonne marche de la faculté et prend toutes les mesures et initiatives utiles à cette fin.
2 Il ou elle préside le Conseil de faculté et met en œuvre les décisions de celui-ci.
3 Il ou elle représente la faculté dans le cadre de la loi et des statuts, avec pouvoir de substitution, et correspond avec le Rectorat pour tout ce qui concerne la faculté.
4 Au début de l’année académique suivant son entrée en fonction, il ou elle présente son programme au Conseil de faculté. Il ou elle fait rapport à celui-ci à la fin de chaque année académique.

Art. 83 Compétences du Conseil décanal


1 Le Conseil décanal est présidé par le doyen ou la doyenne. Il est compétent pour élaborer, à l’intention du Conseil de faculté, les documents définissant la politique générale de la faculté et les grandes lignes du développement de celle-ci ainsi que les projets de budget.
2 Il exerce en outre les autres tâches qui lui sont confiées par les statuts de la faculté.
D. Les départements

Art. 84 Missions et organisation


1 Les départements coordonnent l’enseignement et la recherche et en assurent le bon fonctionnement. Ils assument les tâches administratives qui leur sont confiées par les statuts de la faculté.
2 Les compétences, les tâches et l’organisation des départements sont fixées par les statuts de la faculté.
3 Si ces statuts délèguent aux départements des compétences appartenant au Conseil de faculté, le département doit les exercer dans un conseil auquel les articles 75 à 77 et 79 s’appliquent par analogie.
4 Pour le reste, les départements s’organisent selon leurs statuts et règlements.

Art. 85 Composition


1 Appartiennent à un département :
a) les membres du corps professoral qui y assurent la plus grande partie de leur enseignement ;
b) les chargé-e-s de cours et les privat-docents et privat-docentes qui y enseignent ;
c) les collaborateurs et collaboratrices scientifiques qui y sont rattachés ;
d) le personnel administratif et technique qui y est rattaché.
2 Les statuts de la faculté peuvent prévoir qu’appartiennent également au département les étudiants et étudiantes et les auditeurs et auditrices qui y poursuivent leurs études. Ils règlent le cas où un étudiant ou une étudiante ou un auditeur ou une auditrice appartiendrait à plusieurs départements.
3 Lorsque les statuts de la faculté ne prévoient pas le rattachement des étudiants ou étudiantes et des auditeurs ou auditrices à un département, les personnes représentant les étudiants ou étudiantes et les auditeurs ou auditrices au conseil du département sont désignées par les organes estudiantins de la faculté.
4 Les étudiants et étudiantes ainsi que les auditeurs et auditrices n’exercent leur droit de vote et d’éligibilité que dans un département.
5 Les statuts de la faculté peuvent autoriser un membre du corps professoral à participer, avec voix consultative, aux séances d’un autre département.
E. Les instituts

Art. 86 Missions et organisation


1 Les instituts développent de manière durable et interdisciplinaire l’enseignement, la recherche, la formation continue et les activités de service dans les domaines définis par la faculté.
2 Les compétences, les tâches et l’organisation des instituts sont fixées par les statuts de la faculté.
3 Les articles 75 à 77 et 79 s’appliquent par analogie.
4 Pour le reste, les instituts s’organisent selon leurs statuts et règlements.

Art. 87 Surveillance


1 Les instituts sont placés sous la surveillance de la ou des facultés ou du ou des départements dont ils dépendent ; l’article 72 al. 5 est réservé.
2 Le directeur ou la directrice de l’institut présente chaque année un programme d’activités et un rapport à l’organe de surveillance. Les instituts qui dépendent de plus de deux facultés adressent en outre ces documents au Rectorat.
F. Enseignement, grades universitaires et diplômes

Art. 88 Compétences des facultés


1 Sont de la compétence des facultés, sous réserve des impératifs de la politique générale de l’Université et des grandes lignes du développement de celle-ci :
a) l’adoption des programmes d’enseignement ;
b) l’organisation des examens, sous réserve de l’article 91 ;
c) l’octroi des grades universitaires :
– bachelor ;
– master ;
– doctorat ;
d) l’octroi de diplômes de formation continue ;
e) l’octroi de doctorats honoris causa ;
f) l’habilitation selon l’article 25 al. 1.
2 Une délégation aux départements est possible dans les cas des lettres a, b et d de l’alinéa 1. De plus, une délégation de la compétence aux instituts est aussi possible dans le cas de la lettre d de l’alinéa 1.
3 Le Rectorat tient la liste des types de diplômes de fin d’études délivrés par l’Université.
4 Les règlements précisent la matière à étudier, les travaux à accomplir et les examens à subir.
5 Ils déterminent les délais à respecter et la durée normale des études.
6 L’accord passé entre les autorités ecclésiales et l’Etat au sujet du statut de la Faculté de théologie est réservé.

Art. 89 Langue d’enseignement


Les facultés veillent à assurer dans l’enseignement un équilibre linguistique approprié.

Art. 90 Compétences des instituts



Art. 91 Examens


1 Tout examen oral en vue de l’obtention d’un grade académique se déroule en présence d’un ou d’une assesseur‑e.
2 En principe, les assesseur-e-s sont choisis parmi les membres du corps professoral, les chargé-e-s de cours et les privat-docents ou privat-docentes ainsi que les collaborateurs et collaboratrices scientifiques.
G. La commission de recours de la faculté

Art. 91a Compétences et composition


1 Les statuts de la faculté doivent prévoir la création d’une commission de recours de la faculté qui constitue la première instance de recours apte à connaître des recours contre les décisions prises par les organes facultaires dans le domaine de l’enseignement et la recherche.
2 La commission de recours de la faculté est une commission permanente de la faculté en conformité aux dispositions y relatives. Sa composition doit lui permettre de statuer de manière indépendante des autres organes facultaires.

SECTION 3


Règles communes aux assemblées et collèges

Art. 92 Notions d’assemblée et de collège


1 Sont réputées assemblées :
– l’Assemblée plénière ;
– les assemblées générales ou de délégué-e-s des corps universitaires.
2 Sont réputés collèges :
– le Sénat ;
– les conseils de faculté, de départements et d’instituts.

Art. 93 Principe


Les règles régissant les assemblées et les collèges ne peuvent déroger aux dispositions suivantes.

Art. 94 Ordre du jour


Aucune décision ne peut être prise sur un objet qui ne figure pas à l’ordre du jour, à moins que les membres présents ne conviennent à l’unanimité de modifier celui-ci en début de séance.

Art. 95 Droits de vote et de proposition


1 Chaque membre ne dispose que d’une voix ; il n’est pas lié par des instructions.
2 Chaque membre peut faire des propositions.

Art. 96 Confidentialité


Lorsque des intérêts personnels sont en cause, les délibérations sont confidentielles quant à leur objet et à leur résultat ; l’article 9 al. 3 est réservé.

Art. 97 Récusation


1 Les membres ne participent pas aux délibérations ni au vote sur des affaires qui touchent leurs intérêts personnels ou ceux de leurs proches au sens de la loi cantonale d’organisation judiciaire.
2 Ils doivent toutefois être entendus auparavant.

Art. 98 Règles propres aux collèges


1 Le quorum est atteint si la moitié des membres ayant voix délibérative est présente.
2 Si le président ou la présidente ou un membre fait constater que le quorum n’est pas atteint, le collège ne peut pas prendre de décisions.
3 Dans ce cas, une nouvelle séance est convoquée où, sans égard au nombre des membres présents, des décisions peuvent être prises sur les affaires laissées en suspens.

CHAPITRE IV

L’ordre universitaire

Art. 99 Atteintes à l’ordre universitaire


1 Porte atteinte à l’ordre universitaire la personne qui, intentionnellement :
a) entrave la liberté d’enseignement et de recherche, la liberté d’expression ou la liberté d’information ;
b) perturbe gravement ou empêche le déroulement régulier des études, de la formation scientifique et de l’enseignement ;
c) perturbe l’activité des organes ou de l’administration de l’Université ;
d) offense gravement un membre de la communauté universitaire ;
e) perturbe ou empêche des manifestations dans les bâtiments universitaires ;
f) commet ou prépare des actes punissables pénalement sur le domaine universitaire ou à l’encontre de membres de la communauté universitaire ;
g) utilise des locaux, installations et terrains de l’Université pour exprimer des opinions contraires au droit, lesquelles lèsent notamment la personnalité, sont discriminatoires ou sexistes.
2 Porte également atteinte à l’ordre universitaire la personne qui :
a) met en danger ou blesse des personnes se trouvant sur le domaine universitaire ;
b) met en danger ou endommage des bâtiments ou installations universitaires.
3 Les atteintes à la probité scientifique ainsi que la fraude aux examens constituent des atteintes à l’ordre universitaire.

Art. 100 Maintien ou rétablissement de l’ordre universitaire


1 Le recteur ou la rectrice ou, dans les cas urgents, un autre membre du Rectorat prend les mesures nécessaires au maintien ou au rétablissement de l’ordre universitaire.
2 Le Rectorat se saisit d’office des atteintes portées à l’ordre universitaire par les étudiants et étudiantes et les auditeurs et auditrices, procède ou fait procéder à l’enquête et, le cas échéant, prononce les mesures disciplinaires prévues dans la législation universitaire.
3 Il édicte des dispositions d’exécution sur la procédure concernant le soupçon de comportement scientifique incorrect.

Art. 101 Sanctions disciplinaires



CHAPITRE V

Dispositions transitoires et finales

Art. 102 Abrogation


Les statuts du 20 mai 1986 de l’Université de Fribourg sont abrogés.

Art. 103 Adaptation des statuts et règlements


1 Les règlements de l’Université ainsi que les statuts et règlements des corps universitaires et des facultés, départements et instituts sont adaptés aux présents statuts dans un délai de deux ans.
2 …

Art. 103a Grades universitaires


1 D’ici à la modification de la loi fédérale du 23 juin 2000 sur la libre circulation des avocats, la Faculté de droit octroie la licence (master européen) en droit.
2 Les étudiants et étudiantes qui ont achevé le 2e cycle hors du système de Bologne se voient octroyer une licence ou, pour la Faculté des sciences, un diplôme.

Art. 104 Droits acquis


1 L’article 16 al. 2 ne s’applique qu’aux professeur-e-s extraordinaires engagés après l’entrée en vigueur des présents statuts.
2 …
3 …

Art. 105 Echéance du mandat des personnes élues au Sénat


Au cours du semestre suivant l’entrée en vigueur des présents statuts, les corps universitaires précisent l’échéance du mandat des personnes qu’ils ont élues au Sénat.

Art. 106 Durée du mandat dans les commissions permanentes


Les années passées dans une commission permanente avant l’entrée en vigueur des présents statuts sont prises en compte pour le calcul de la durée du mandat au sens de l’article 67.

Art. 106a Durée de fonction du Rectorat


Le mandat du Rectorat élu avant le 31 décembre 2014 commence le 15 mars 2015.

Art. 107 Entrée en vigueur


Les présents statuts entrent en vigueur dès leur ratification par le Conseil d’Etat.

Ratification
Ces statuts ont été ratifiés par le Conseil d’Etat le 27.6.2000.




Dies ist keine amtliche Veröffentlichung. Massgebend ist allein die Veröffentlichung durch den Kanton Freiburg.

Ceci n'est pas une publication officielle. Seule la publication opérée par le Canton de Fribourg fait foi.


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